Sparen und die Umwelt schonen

Mülheimer Bürger, die sich für das von der Gemeinde erstrebte Energiekonzept interessieren, müssen sich noch etwas gedulden. Einen ersten Informationsabend wird es voraussichtlich erst nach den Sommerferien geben.

Mülheim. So schnell wie ursprünglich erhofft wird das "Energiekonzept für Mülheim" zwar nicht stehen. Doch die ersten Schritte sind bereits getan. Besonders erfreulich ist laut Friedhelm Leimbrock, Mitglied der vom Gemeinderat eingesetzten Arbeitsgruppe, die Resonanz auf eine Fragebogenaktion. Von 340 Haushalten, die um Angaben wie Heizungsart und Energieverbrauch gebeten wurden, seien mehr als 100 Fragebögen ausgefüllt zurückgesandt worden. Die anonymisierten Daten werden Fachleuten - Heizungsplanern und Energieanbietern - zur Verfügung gestellt, die daraus ein Konzept erarbeiten sollen.

Dieses soll Einsparungsmöglichkeiten aufzeigen - aber auch umweltschonende Varianten. Den Bürgern soll das Konzept im Rahmen eines oder mehrerer Info-Abende vorgestellt werden. Unternehmen wie die Trierer Stadtwerke, der Energiekonzern RWE, eine in Nahwärme erfahrene österreichische Firma oder ein Brauneberger Berater sind laut Leimbrock grundsätzlich bereit, zu referieren. Vorgestellt werden sollen Möglichkeiten wie Hausisolierung, Heizungsumstellung, Energie-Gemeinschaften oder Nahwärmeversorgung. Was davon letztlich umgesetzt wird, liegt laut Leimbrock im Ermessen des Einzelnen. Denn alles solle auf freiwilliger Basis laufen. Die Gemeinde will lediglich den Weg ebnen für etwaige alternative Energien. So etwa durch das Verlegen von Leerrohren, was sich parallel zu den inzwischen angelaufenen Kanal- und Straßenbauarbeiten anbietet. Bewogen zu der im Zusammenhang mit dem Straßenausbau geborenen Initiative hatten von Bürgern an Ratsmitglieder herangetragene Anregungen. Vor allem bei jüngeren Leuten sei schon zu spüren, dass sie an Alternativen interessiert seien, sagte Leimbrock. Sie wollten nicht in Abhängigkeit von Großkonzernen leben, sondern noch selbst steuern können.