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Spaziergang durchs "Dorf der 20 Brücken"

Spaziergang durchs "Dorf der 20 Brücken"

BURGEN. (urs) Ein Mammutprojekt ist geschafft. Nach jahrelangen Bauarbeiten können die Burgener endlich aufatmen – in einem Dorf, das nicht nur neue Leitungen und Straßen hat, sondern sich schöner denn je präsentiert.

Idyllisch schlängelt sich der Frohnbach durch das an diesem Tag mit vielen Blumen geschmückte Dorf. Spazieren doch nicht alle Tage Vertreter von Landesstraßenbetrieb, Kreis, Verbandsgemeinde und Gemeinde entlang der neuerdings so ansprechenden Wege. Hergeführt hat die Besucher, die beim Rundgang mit Lob nicht sparen, die offizielle Verkehrsfreigabe der durch den Ort führenden Kreisstraßen. Doch nicht nur die haben sich verändert - sondern auch die insgesamt 20 Brücken, die von einem modernen Geländer gesichert, den Bachlauf queren. Bei einem solchen Bild ist kaum mehr vorstellbar, wie Burgen noch vor wenigen Jahren aussah. In den Bachlauf ragende Abflussrohre, die vor allem im Sommer einen unangenehmen Geruch verbreiteten, sind nun endgültig Geschichte. Ebenso wie 185 laufende Meter Leitplanken, die die Kreisstraßen durch den Ort säumten. Die 2003 begonnene erstmalige Kanalisierung sowie das sich anschließende Verlegen von Wasserleitungen samt des Ausbaus der K 87 und K 89 sind endlich abgeschlossen. Ein solches Großprojekt mit einer Ausbaulänge war 1373 Metern habe schon einer gründlichen Planung bedurft, lässt Ortsbürgermeister Reinhard Grasnick die Arbeiten seit der ersten Ortsbegehung 2001 Revue passen. Der im Juni 2004 begonnene Straßenausbau sei im Oktober 2005 "schneller als geplant" beendet gewesen. Seither präsentiert sich die Weinbaugemeinde Burgen - laut Grasnick das "Dorf der Brücken" - heute in einem völlig anderen Licht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, da der 611 Bürger zählende Ort nicht nur neue Fahrbahndecken und gepflasterte Wasserrinnen, Gehwege und Bordsteine erhielt, sondern auch neue Straßenleuchten. Allein für den Ausbau der Kreisstraßen in Burgen schulterte der Kreis laut Landrätin Beate Läsch-Weber ein Kostenpaket von 1,2 Millionen Euro, an dem sich das Land mit 75 Prozent beteiligt. Nicht enthalten in diesem Betrag sind rund 700 000 Euro, die bereits seit 1992 in Brücken, Brückenmauern und Geländer investiert wurden. Besonders zu loben ist laut Läsch-Weber das Privat-Engagement von Bürgern, die die Arbeiten nutzten, ihre Höfe und Fassaden neu zu gestalten. 26 Dorferneuerungsprojekte mit einem Volumen von 900 000 Euro seien mit zirka 160 000 Euro gefördert worden. Parallel dazu investierten die Verbandsgemeindewerke rund drei Millionen Euro in die Erneuerung des Abwassernetzes sowie veranschlagte 650 000 Euro in die Wasserleitungen. Damit ist der Ort nach Ansicht der Landrätin für die Burgener selbst wie für ihre wachsende Zahl von Feriengästen noch attraktiver geworden. Und vor allem auch bestens gerüstet für die 2008 geplante Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft."