SPD hat für Wahlkreis 22 Andreas Höcker als Direktkandidat nominiert

Landtagswahl : Andreas Höcker kandidiert für das Direktmandat im Wahlkreis 22

Die SPD hat für den Wahlkreis 22 ihren Landtagskandidaten nominiert: Andreas Höcker. Der Ergotherapeut stammt aus dem Ruhrgebiet.

Sozialdemokratischen Geist hat Andreas Höcker gewissermaßen mit der Muttermilch aufgesogen: Der frisch nominierte SPD-Landtagskandidat und Wahl-Traben-Trarbacher stammt aus dem Ruhrgebiet, einer damaligen Hochburg der Sozialdemokratie. „Mein Vater war Gewerkschafter, ich war auf den 1.-Mai-Kundgebungen schon als Kind mit dabei, und wer aus einer Arbeiterfamilie stammt, ist nah dran an der Sozialdemokratie“, blickt der aus Herne stammende 52-Jährige zurück, der seit sechs  Jahren in Traben-Trarbach lebt und dort Vorsitzender des Ortsvereins der SPD  ist. Höcker betrieb  im Ruhrgebiet eine eigene Ergotherapie-Praxis und ist jetzt am Verbundkrankenhaus in Bernkastel-Kues in leitender Position im Bereich Geriatrie beschäftigt.

Durch seine tägliche Arbeit habe er einen guten Einblick in die Situation des Gesundheitswesens auf dem Land, deshalb ist das auch ein Schwerpunkt, an dem er in Mainz arbeiten will, vorausgesetzt, er schafft den Sprung in den Landtag. „Gesundheitspolitik ist in unserer Region ein ganz wichtiges Thema, vor allem die Versorgung von Menschen, wenn sie alt oder krank werden“, sagt Höcker.

Dabei weist er auf die Problematik hin, junge Ärzte mit ihren Familien auf das Land zu locken. „Wir müssen die Lebensqualität auf dem Land gegenüber der Stadt verbessern“, findet Höcker.  Er habe bereits einen Strukturwandel im Ruhrgebiet miterlebt, als die Eisen- und Kohleindustrie aufgegeben werden musste. Diese Erfahrungen würden ihm nutzen, wenn er die Situation im Landkreis betrachte.  Dabei sei auch das Miteinander von Bedeutung, Solidarität habe er im Ruhrgebiet kennengelernt und gelebt. „Da habe ich mich auch nicht als ,Herner’ empfunden, sondern als ,Ruhrpottler’. Das gilt auch für unsere Region“, sagt Höcker.

Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität seien die drei entscheidenden Säulen, um die Region weiter zu entwickeln. „Wir müssen uns für die Zukunft aufstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen, die nur ein Telefon und einen Laptop für ihre Arbeit brauchen, hierherziehen, denn die Region hat eine hohe Attraktivität“, findet Höcker. Im Ruhrgebiet hätten zum Beispiel junge Startup-Unternehmen ihre Büros in aufgegebenen Fabrikhallen aufgeschlagen.

Zu Höckers politischen Vorbildern zählen die beiden Alt-Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt. „Die waren nahe bei den Menschen, denen man mit Wertschätzung begegnen muss. Man muss zuhören können“, findet der Vater einer 16-jährigen Tochter.

In seiner Freizeit bildet sich Höcker gerne weiter, unter anderem zum „Happiness-Trainer“. Und sportlich ist er aktiv: Wandern ist eine seiner Leidenschaften, aktuell besucht er einen Fecht-Kurs.

Der Wahlkreis 22 umfasst die Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Traben-Trarbach und die Stadt Wittlich. Im Nachbarwahlkreis 23 mit den Verbandsgemeinden Thalfang,und  Bernkastel-Kues und der Einheitsgemeinde Morbach tritt Bettina Brück für die SPD an.