Spektakel mit Kanonendonner und Schüssen

Spektakel mit Kanonendonner und Schüssen

Mit Glockengeläut und Feuerwerk von der Grevenburg wurde das neue Jahr pünktlich in Traben-Trarbach begrüßt. Mit Kanonendonner und Schüssen aus ihren Musketen erbot die Stadtgarde Sponheimer Musketiere am Nachmittag dem Jahr 2009 seine Reverenz. Mehr als 70 Schaulustige hatten sich zu dem ohrenbetäubenden Spektakel am Trarbacher Moselufer eingefunden.

Traben-Trarbach. Tatkräftige Unterstützung bekamen die Sponheimer Musketiere unter Leitung ihres Corporals Manfred Schneiders beim Neujahrsscheißen erstmalig aus Zell. Die Zeller Turmschützen waren in stattlichen Uniformen und zwei Kanonen angerückt. Ihre Kaliber waren kleiner als die von "Babsi", dem großen Geschütz der Stadtgarde.

Das Neujahrsschießen hat Tradition in der Doppelstadt, und trotz nebelgrauer Witterung und eisigen Temperaturen waren viele Bürger sowie Gäste der Stadt ans Moselufer gekommen, um bei Glühwein gute Wünsche für das noch so junge Jahr auszutauschen. "Ich wünsche mir für 2009, dass es in Traben-Trarbach voran geht", sagte Winzer Gerhard Haussmann. Ein Bewohner der Brunnenstraße hofft, dass es in diesem Jahr in Trarbach ruhiger wird. In der Graben- und der Mittelstraße werde oft nachts randaliert. Auch wenn ihn das von Zeit zu Zeit um seinen Schlaf bringt, ist er "ansonsten zufrieden hier". Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus wünschte sich, "dass sich die negativen Prognosen nicht bewahrheiten". Es bringe nichts, sich entmutigen zu lassen, sagte sie im Gespräch mit dem Trierischen Volksfreund.

"Eine gute Bürgermeisterwahl" wünschte sich Manfred Schneiders augenzwinkernd, und ein Zeller Turmschütze darf auf dieses Jahr gespannt sein: Beim Befüllen der Kanone mit Schwarzpulver trat er in einen der vielen Hundehaufen, die das Moselufer garnierten. Bekanntlich soll das ja Glück bringen.

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