Spielerisch retten lernen

Auf Nachwuchssuche: Stützpunktwehr, DRK und der Heimatverein Neumagen-Dhron veranstalten einen Kindernachmittag.

Neumagen-Dhron Eine Spende machte es möglich: Beim Neujahrskonzert der Musikvereinigung Neumagen-Trittenheim, dem Kirchenchor Cäcilia, TonArt sowie Gitarra & Cantabile kam ein Erlös von 1350 Euro zusammen.
Die Vereinsgemeinschaft beschloss, dieses Geld in einen Spielenachmittag zu stecken. Feuerwehr, Rotes Kreuz und der Heimat- und Verkehrsverein hatten am Samstag 29 Kinder zwischen neun und 14 Jahren zu Gast, für die sieben Stationen zum Erleben von Technik, Kreativität und Spaß aufgebaut waren.
Einen Hintergedanken hat der Jugendwart der Wehr, Marco Faß: "Die Feuerwehr sucht immer Nachwuchs." Hier lernen die Kinder ab zehn Jahren schon Teamfähigkeit und Technikbegeisterung. Sogar Führungsaufgaben können schon früh übernommen werden. Sechs Betreuer kümmern sich darum, dass die Feuerwehr immer ein Erlebnis bleibt.
"Dass ich 18 Tonnen mit einem Knopfdruck heben kann, hätte ich nicht gedacht", staunt Emil Eifel. Merle Lemmermeyer kann sich durchaus vorstellen, bei der Feuerwehr mitzumachen: "Da sind ja auch Mädchen." Ihre Mutter, Beate Thomas, freut sich: "Das ist eine gut gelungene Aktion hier, mit solch vielfältigen Angeboten. Da sind alle Kinder begeistert."
Dramatisch sieht die Nachwuchssituation beim Roten Kreuz aus. Bereitschaftsführer Kevin Görgen bedauert: "Wir haben zwar 25 Aktive, aber leider keine Jugendgruppe." Ab acht Jahren können Kinder beim Jugendrotkreuz mitmachen. Spielerisch wird auch hier das Leben retten und Helfen gelernt. "Puls messen und einen Notruf absetzen, das können auch Kinder", sagt Görgen.
"Heute wird auch viel Kreatives geboten", freut sich die Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Hedi Klären, und zeigt auf die bunten Steine auf den Marzipanherzen, die von den Kindern gestaltet wurden. In einer Ecke wird gehämmert und geschraubt. Leni Esseln, Alina Schmitz und Lilly Veit bauen ihre Insektenhotels zusammen. "Das häng' ich im Garten auf", freut sich die neunjährige Lilly. Es wird aber auch genäht und aus unförmigen Schieferplatten entstehen kleine Kunstwerke. Rund 20 Helfer betreuen die sieben Aktionszonen.
Richtig Spaß macht natürlich ein echter Löschangriff, wie ihn sonst nur die große Feuerwehr kann. Schlauch ausrollen und Wasser marsch. Matthias Klein ist Vater und selbst Feuerwehrmann. Er sagt: "Es wäre toll, wenn die Feuerwehr so mehr Nachwuchs gewinnen könnte." Der Spaß stehe jedoch bei Kindern und Jugendlichen immer im Vordergrund.Extra: FEUERWEHR UND ROTES KREUZ

Etwas für den heimischen Garten: Leni Esseln, Alina Schmitz und Lilly Veit (von links) schrauben ein Insektenhotel zusammen. Foto: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer"


Derzeit sind in der Stützpunktwehr Neumagen-Dhron 40 Wehrleute in der Aktivenwehr. Die Jugendwehr hat 15 Mitglieder, davon drei Mädchen. Beim Roten Kreuz sind 25 Retter aktiv. Hier gibt es keine Jugendgruppe. Nachwuchs wird jedoch dringend gebraucht. Die Feuerwehr informiert im Internet unter <%LINK auto="true" href="http://www.feuerwehr-neumagen-dhron.com" text="www.feuerwehr-neumagen-dhron.com" class="more"%>. Das DRK zeigt seine Aktivitäten unter <%LINK auto="true" href="http://www.drk-neumagen-dhron.de" text="www.drk-neumagen-dhron.de" class="more"%>.