Spielplätze wieder attraktiv

In den vergangenen Monaten hat Hontheim gehörig investiert in die attraktivere Gestaltung der gemeindeeigenen Spielplätze. Mit Blick auf die Kosten vorerst zurück gestellt ist hingegen die Teilerschließung des Neubaugebietes.

Hontheim. Die Photovoltaik-Anlagen, die sich schon bald auf einer Fläche des ehemals militärisch genutzten Gewerbegebietes Benzenberg anein anderreihen sollen, halten den Hontheimer Ortsbürgermeister ganz schön auf Trab. "Da jagt ein Termin den anderen", stellt Manfred Götten fest. Andererseits stehen der Gemeinde dafür in den kommenden 20 Jahren Pachteinnahmen des Investors, dem gemeinnützigen Trierer Bürgerservice, in Aussicht.

Und zusätzliche Einnahmen sind nun einmal nicht nur in Hontheim jederzeit willkommen. "Wegen der finanziellen Lage kommt man schon gar nicht auf die Idee, größere Projekte ins Auge zu fassen", bedauert Götten. So habe der Gemeinderat Anfang des Jahres aufgrund einer Kostenschätzung die Teilerschließung des Neubaugebietes vorerst zurückgestellt. Momentan gebe es einfach keine Nachfrage, begründet er die Vertagung des Themas bis Ende des Jahres. Andererseits stelle sich die Frage, wer ein noch nicht erschlossenes Grundstück kaufen wolle, und wer erschließe schon gern ohne Chance auf einen raschen Verkauf: "Da beißt sich die Katze in den Schwanz", sagt Götten.

Alles andere als hoffnungslos ist hingegen die Situation im örtlichen Kindergarten. Um künftig auch Kinder unter drei Jahren aufzunehmen zu können, soll dort möglichst noch in diesem Jahr umgebaut werden. Entsprechende Beschlüsse sind laut Götten bereits gefasst und Zuschussanträge auf den Weg gebracht.

Bereits angelaufen ist auch die Renovierung der Kapelle in Wispelt. Bei einer genaueren Begutachtung hatte sich die Notwendigkeit umfangreicher substanzerhaltender Arbeiten herausgestellt. Zu den voraussichtlichen Kosten von 88 000 Euro hat das Land jedoch kürzlich einen Zuschuss in Höhe von 35 200 Euro bewilligt.

Die steigenden Energiekosten im Blick hat Hontheim mit der Entscheidung, ein gemeindeeigenes Mietshaus nicht nur einer Schönheitskur zu unterziehen. Im Zuge der bevorstehenden Renovierung wird das Zwei-Parteien-Anwesen auch außen komplett isoliert.

Keine Investitionen scheut die Gemeinde offensichtlich für ihren Nachwuchs. Die Spielplätze in der Gemeinde seien einfach in keinem "für Kinder prickelnden Zustand" mehr gewesen, begründet Götten. Daher wurden etliche neue Spielgeräte in Auftrag gegeben. Zwischenzeitlich sei in Wispelt beispielsweise ein neues Klettergerüst aufgebaut. Der Spielplatz am Kindergarten Hontheim sei zudem dank der Initiative des Fördervereins neu gestaltet worden. Die Gemeinde habe sich daran beteiligt, indem sie ein neues Klettergerüst mit finanziert habe.

Mächtig viel getan hat sich am Spielplatz an der Bürgerhalle, wo einige Väter Mitte Juni mit der Montage von Seilbahn, Doppelschaukel und zwei Federschaukeln begonnen haben. Zusätzliche Hilfe gab es von Seiten eines Bauunternehmens, der einen Bagger zur Verfügung stellte, sowie über die RWE-Aktion "Aktiv vor Ort". Die finanzielle Unterstützung hat es der Gemeinde laut Götten ermöglicht, auf dem Spielplatz auch noch eine Tischtennisplatte aufzustellen.

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