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Sportstätten in der VG Wittlich-Land: Sportvereine sind gefragt

Breitensport : Jetzt sind die Vereine gefragt

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land hat vor einem Jahr damit begonnen, ein Sportstättenkonzept auf den Weg zu bringen. Nun sollen die Vereine ihre Daten und Verbesserungsvorschläge einbringen.

68 Sportstätten gibt es in den Orten der Verbandsgemeinde (VG) Wittlich-Land. Damit möglichst viele Menschen von ihnen profitieren und sie für die Bevölkerung offenstehen, ist die VG-Verwaltung derzeit dabei, den Bedarf zu prüfen. Unterstützung hat sie dafür vom Institut für Sportstättenentwicklung, das Ansprechpartner für Vereine, Verbände und Kommunen in allen Fragen der Sportentwicklung ist.

Ein Beispiel für eine Sportstätte, die mehr Menschen offenstehen könnte, ist das Salmtalstadion, das im Eigentum der Verbandsgemeinde ist. Neben dem FSV Salmrohr, der dort spielt, nutzen die IGS Salmtal und die Grundschule Salmtal das Stadion. Wer aber abends dort Joggen möchte, steht vor verschlossener Tür. Zudem ist das Stadion mit Ausnahme des Spielfelds in einem desolaten Zustand.

Dennis Junk, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, sagte dazu im vergangenen Jahr: „Mit Ausnahme des Spielfeldes sieht es im Stadion schlecht aus. Um es dauerhaft zu sanieren, müssen wir Geld in die Hand nehmen.“ Die vorhandene Laufbahn ist aus dem Jahr 1981. Auch die Sprunggruben entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine funktionelle Sportanlage, heißt es aus der Verwaltung. Daher soll eine Sanierung der Laufbahn und der Segmente in Kunststoff erfolgen. Die Kosten hierfür werden auf 450 000 Euro geschätzt, wobei Fördermittel beantragt werden sollen.

Eine Sportart macht den Verantwortlichen in gewisser Weise besonderen Kummer: Denn in vielen Dörfern gab es zu Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker einen Tennisboom. Für diese Sportart wurden viele Plätze gebaut. Einige davon werden noch rege genutzt, andere weniger und wieder andere gar nicht mehr. Der große Tennis-Boom scheint damit vorbei zu sein. Ziel der Verwaltung ist es, die ungenutzten Tennisplätze in sinnvolle Sportstätten, die auch genutzt werden, umzuwandeln. Es gibt Überlegungen, dort beispielsweise Basketball- oder Volleyballfelder einzurichten, die für breite Teile der Bevölkerung offen sind.

Was genau in Salmtal oder in den anderen Orten gemacht wird, steht noch nicht fest. Der Verbandsgemeinderat hatte im vergangenen Jahr das Institut für Sportstättenentwicklung mit Sitz in Trier beauftragt, eine Sportstättenanalyse für den Bereich der Verbandsgemeinde Wittlich-Land zu erstellen (der Trierische Volksfreund berichtete). Kosten: 12 000 Euro.Ein Ergebnis liegt noch nicht vor, erst kürzlich wurden Fragebögen an die Sportvereine und an 3000 Bürger der Verbandsgemeinde versendet.

Ziel dieser Befragung ist es, vor allem das Salmtalstadion und den Sportplatz in Manderscheid als zentrale Sportanlagen der Verbandsgemeinde in den Blick zu nehmen.  Welche Sportmöglichkeiten sind dort gewünscht, war einer der Aspekte. Die Ergebnisse sollen in die Planung der zukünftigen baulichen Sanierungsmaßnahmen einfließen. Um einen Gesamtüberblick über die Sportmöglichkeiten in der VG zu erhalten, werden auch die Sportanlagen der Ortsgemeinden in die Befragungen miteinbezogen.

Die Sportvereine sind aufgefordert worden, der Verbandsgemeinde mitzuteilen, welche Sportarten bei ihnen vertreten sind. Abgefragt werden auch die Mitgliedszahlen, die Altersstruktur sowie Vorschläge, was man an den Sportanlagen der Vereine verbessern könnte.

Wann konkrete Ergebnisse und Konzepte zur Veränderung der Sportstätten vorliegen, steht noch nicht fest.