Sprachenvielfalt in der Turnhalle

Buntes Sprachengewirr und trippelnde Kinderfüße füllen die Turnhalle am Cusanus Gymnasium. Es sind 30 Flüchtlingskinder, die einen Riesenspaß bei der ersten Übungsstunde mit Chaibou Hassane (Louis) vom Wittlicher Turnverein (WTV) haben.


Der Verein hatte sie mit Eltern und Betreuern eingeladen. Die Verantwortlichen möchten dazu beitragen, das Leben von jungen Flüchtlingen wieder kindgerechter zu machen. Deshalb bieten sie ein umfangreiches Sportprogramm an. Denn Sport braucht keine Sprache: Das stellt auch Trainer Chaibou Hassane, in Ghana geboren und aufgewachsen, unter Beweis. Er kennt die Bedürfnisse dieser Kinder. Thorsten Meienbrock, erster Vorsitzender des WTV, erklärt: "Unabhängig von politischen Auffassungen haben wir eine humanitäre Verantwortung gegenüber den Flüchtlingen. Die Kinder können weder etwas für die Situation in ihrem Heimatland, noch für die Umstände, unter denen sie gegenwärtig bei uns leben." Nach der Sportstunde schauen die Kinder den Breakdancern des WTV beim Training zu. Beim reinen Zuschauen bleibt es jedoch nicht. Spontan lädt Quang Dao Tran (Leiter der Breakdance-Gruppe) die Flüchtlingskinder zum Mitmachen ein. (Red)/Foto:Privat