Sprudel geladen, Alkohol getankt

Glimpflich verlief ein Unfall am Donnerstagmorgen auf der Hunsrückhöhenstraße. Ein LKW-Fahrer wollte die Fahrspur wechseln. In diesem Moment kippte der Hänger um. Es entstand ein Sachschaden von rund 80 000 Euro. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Morbach/Wenigerath. Am frühen Donnerstagmorgen dürften auf der Hunsrückhöhenstraße bei Wenigerath einige Schutzengel unterwegs gewesen sein. Kisten landen im Straßengraben

Der LKW-Fahrer aus dem Bonner Raum hatte in Schwollen, Kreis Birkenfeld, Sprudelkisten eingeladen und war auf der Hunsrückhöhenstraße in Richtung Koblenz unterwegs, als er gegen 7 Uhr beim Spurwechsel auf die zusätzliche Fahrspur auf der Höhe von Wenigerath plötzlich die Gewalt über sein Fahrzeug verlor. Der LKW geriet auf den Randstreifen und beschädigte ein Verkehrszeichen. Beim Gegensteuern geriet der Hänger ins Schleudern und kippte um. Die Ladung aus Sprudelkisten ergoss sich in den dortigen Straßengraben. Einer der Polizeibeamten vor Ort hatte nach eigener Aussage "Gänsehaut", als er die Unfallstelle sah. Denn wenige Jahre zuvor sei an dieser Stelle ein tödlicher Unfall passiert. Diesmal kamen aber keine Menschen zu Schaden - nicht zuletzt, weil der Hänger sofort umgekippt war und das Fahrzeug deshalb nicht mehr auf die Gegenfahrbahn geraten konnte. Der Fahrer des Lastwagens muss allerdings dennoch mit gravierenden Konsequenzen rechnen. Ein Alkoholtest ergab 1,8 Promille. Die Polizei behielt seinen Führerschein ein. Der Mann muss daher mit einem Strafverfahren rechnen. Im Anschluss an den Unfall wurde ein Bergungsfahrzeug aus Trier angefordert. Zunächst wurde die Ladung gesichert, anschließend der Unfall-Lastwagen inklusive Hänger mit Spezialgerät geborgen.80 000 Euro Sachschaden

Während der Bergung war die Hunsrückhöhenstraße einspurig gesperrt. Der Straßenverkehr wurde aber nur geringfügig beeinträchtigt. Die Polizei Morbach schätzt die Höhe des Sachschadens auf etwa 80 000 Euro.