St-Anna-Kirmes in Morbach mit viel Muik

Veranstaltung : 18 Bands und höhere Bierpreise

Vom 26. bis 30 Juli feiern die Morbacher ihre traditionelle St. Anna Kirmes. Neben den Angeboten der Schausteller sind es vor allem zahlreiche Musiker, die den Kirmesbesuchern auf vier Bühnen Unterhaltung bieten.

  Am letzten Wochenende im Juli treffen sich in Morbach von Freitag bis Dienstag wieder Menschen aus nah und fern: Dann feiert der Mittelpunktort der Einheitsgemeinde seine traditionelle St. Anna-Kirmes. Im Zentrum rund um die katholische Pfarrkirche sorgen 18 Bands auf vier Bühnen für Spaß und Unterhaltung. Zumeist sind es Coverbands, die auf der Bühne gegenüber der Kirche und bei der Feuerwehr mit bekannten Popsongs die Besucher unterhalten. Beim Musikverein Morbach, wo am Freitag, 26. Juli der Morbacher Ortsvorsteher Georg Schuh um 18 Uhr den offiziellen Fassanstich vornimmt, kommen vorwiegend die Freunde der volkstümlichen Blasmusik auf ihre Kosten, während es Hardrock- und Heavy-Metal-Fans eher zur Bühne am Busbahnhof zieht. Ergänzt wird das Programm auf den Musikbühnen durch die Angebote der Schausteller, die zum Teil bereits seit vielen Jahrzehnten in Morbach ihre Fahrgeschäfte und Buden über den gesamten Innenort verteilt aufstellen. Hinzu kommen die Getränkestände, die zumeist von den Morbacher Vereinen betrieben werden.

„Dass die Kirmes im Dorf rund um die Pfarrkirche gefeiert wird, ist eines ihrer Erfolgsgeheimnisse“, sagt Schuh. Denn nur deshalb erreicht man die Wohlfühlatmosphäre, die auch viele ehemalige Morbacher veranlasst, an diesem Wochenende die Kirmes zu besuchen mit der Aussicht, frühere Bekannte zu treffen. Weiter haben die Gewerbetreibenden aus Anlass der Kirmes einen verkaufsoffenen Sonntag beantragt. Die Modegeschäfte und die Einrichtungshäuser haben angekündigt, ihre Türen von 13 bis 18 Uhr für die Kunden zu öffnen.

Zwei Dinge ändern sich dieses Jahr: Zum einen wird der Kirmesgottesdienst in der Pfarrkirche St. Anna am Samstagabend bereits um 18 Uhr und damit eine Stunde früher als sonst gefeiert. Damit komme man den Wünschen der Schausteller entgegen, die während des Gottesdienstes ihre Fahrgeschäfte ohne Musik betreiben müssen, sagt Schuh.

Die zweite Änderung betrifft die Getränkepreise. Denn diese werden sich in diesem Jahr erhöhen, sagt Schuh. So müssen die Kirmesbesucher für ein Glas Bier in diesem Jahr erstmals 2,20 Euro bezahlen. In den Vorjahren lag der Preis bei zwei Euro. Die Preise für Flaschenbier erhöhen sich von 2,50 Euro auf 2,70 Euro. Die Preise für nichtalkoholische Getränke wie Sprudel und Limo bleiben unverändert bei 1,50 Euro. Bedingt sind die Preiserhöhungen durch die allgemeine Kostensteigerung, sagt Schuh. Alleine die Kosten für die Musikbühne in der Birkenfelder Straße mit der Gage für die Bands und für die Technik betragen rund 6500 Euro, sagt er. „Das muss über die Getränkepreise erwirtschaftet werden.“ Doch seien die Preiserhöhungen aufgrund des attraktiven Angebots an Livemusik berechtigt. Schuh: „Das Angebot auf den Musikbühnen ist komplett frei. Die Besucher können kommen und bei guter Musik die Kirmes genießen.“

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