St. Nikolaus-Kapelle erlebt eine ganz besondere Kirchweih

Bernkastel-Kues · Das Herz von Nikolaus Cusanus ruht in der Kapelle auf dem Gelände des Cusanusstifts in Bernkastel-Kues. Das Gotteshaus besteht seit mehr als einem halben Jahrtausend. Die Kirchweih wurde mit einem Pontifikalamt gefeiert.

 Pontifikalamt im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift: Abt Johannes Müller aus Himmerod (Zweiter von rechts) zelebriert es mit Dechant Georg Moritz (Zweiter von links), Rektor Leo Hofmann (rechts) und Pfarrer i. R. Rudolf Halffmann. Foto: Oswald Hower

Pontifikalamt im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift: Abt Johannes Müller aus Himmerod (Zweiter von rechts) zelebriert es mit Dechant Georg Moritz (Zweiter von links), Rektor Leo Hofmann (rechts) und Pfarrer i. R. Rudolf Halffmann. Foto: Oswald Hower

Foto: (m_mo )

Bernkastel-Kues. Jubiläum auf dem Gelände des St. Nikolaus-Hospitals/Cusanusstift in Bernkastel-Kues: Vor 550 Jahren wurde zum ersten Mal die Kirchweih der St. Nikolaus-Kapelle gefeiert. In ihr ruht das Herz von Nikolaus Cusanus, dem Kardinal und Philosophen (1401 bis 1464).
Der größte Sohn der Stadt hatte bereits zu seinen Lebzeiten auf dem Gelände ein Altenheim eingerichtet, in dem 33 alte Männer Kost, Logis und ein Glas Wein fanden. Und das alles bereits in Einzelzimmern, damit die Privatsphäre der Menschen gewahrt blieb. Nach dem Tod des in Kues geborenen Kardinals kam auch seine wertvolle Bibliothek an die Mosel zurück.
Abt Johannes Müller von der Zisterzienser-Abtei in Himmerod zelebrierte zur Feier der Kirchweih ein Pontifikalamt. Mit am Altar standen Dechant Georg Moritz, der Rektor des Stifts, Leo Hofmann, und Pfarrer i. R. Rudolf Halffmann.
Viele Gäste nahmen an der Feier teil. Der Festgottesdienst wurde vom Jugendchor der Pfarrei St. Briktius Kues unter der Leitung von Dekanatskantor Michael Meyer musikalisch mitgestaltet.
In seiner Predigt ging Abt Müller auf die lange Geschichte der Kapelle ein und hob hervor: "Menschen brauchen solche Orte und Räume. Räume, in denen sie leben können. Wo sie Luft holen und durchatmen dürfen. Beheimatung ist notwendig. Wir brauchen Räume, wo wir hingehören, in denen wir uns verwurzeln können, wo wir zuhause sind."
Doch es ging auch weltlich zu: Nach dem Gottesdienst fand im Kreuzgang und Innenhof eine Begegnung der Gäste bei Imbiss und Umtrunk statt. red/cb

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