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Staatsanwaltschaft: 32-Jährige Sat-1-Kuppelshow-Kandidatin aus dem Hunsrück wurde zu Tode gequält

Staatsanwaltschaft: 32-Jährige Sat-1-Kuppelshow-Kandidatin aus dem Hunsrück wurde zu Tode gequält

Fast vier Monate nach dem Fund der Leiche von Sarah H. hat die Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg weitere Details zu dem Fall ermittelt. Nach Medienberichten soll die 32-Jährige von ihrem Lebensgefährten gefesselt und so lange geschlagen worden sein, bis sie an einem Herz-Kreislauf-Versagen starb.

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg will nach einem Bericht des Nordkuriers Anklage gegen den seit dem 9. August in Untersuchungshaft sitzenden Lebensgefährten erheben. Er wird der Körperverletzung mit Todesfolge verdächtigt. Der 51-Jährige bezeichnet sich selbst als Reichsbürger, der den deutschen Staat nicht anerkennt. Der Mann soll im Dezember 2015 bei einem Termin vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet haben und anschließend mit dem Auto geflohen sein.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand der Staatsanwaltschaft habe sich der 51-Jährige vor dem Tod von Sarah H. mit der Hunsrückerin gestritten. Die Rheinzeitung berichtet, er habe die junge Frau beschuldigt, sie sei eine Spionin des Bundesnachrichtendienstes und auf ihn angesetzt. Daraufhin habe er sie ans Bett gefesselt und mit einer Peitsche auf sie eingeschlagen, bis sie das Bewusstsein verloren habe. Als sie wieder zu sich gekommen sei, habe er weiter auf sie eingeschlagen. Sarah H. sei schließlich an einem Herz-Kreislauf-Versagen gestorben.

Die Polizei hatte die Leiche der jungen Hunsrückerin am 9. August auf einem Grund in Alt Rehse (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) entdeckt. Es dauerte eine Woche bis die Identität der Toten geklärt werden konnte.

Die 32-jährige Sarah H. war vor fünf Jahren bundesweit bekannt geworden, als sie in der Sat.1-Kuppelshow "Schwer verliebt" vergeblich nach der großen Liebe suchte. Besondere Prominenz erlangte die junge Frau aus Fischbach (Kreis Birkenfeld), weil sie nach dem Ende der Sendung öffentlich gegen die Knebelverträge der Produktionsfirma kämpfte. So sollen beispielsweise während der Show die Dialoge vorgegeben gewesen sein.