"Stadt war proppevoll"

BERNKASTEL-KUES. (m.a.) Trotz der Menschenmassen nahm das weinfröhliche Treiben aus Sicht der Polizei einen insgesamt ruhigen Verlauf. Nur ein Unfall sorgte für Aufregung.

Die Straßen der Stadt waren schon am Samstagmittag durch unzählige PKW zugeparkt, und auch die Tiefgarage war ausgelastet. Da blieb der Polizei nur eins: Die Zufahrtsstraßen wurden bereits um 15.30 Uhr gesperrt, am Kueser Werth kam es zum Stau. Der Parkplatz auf dem Werth war komplett belegt. "Wir hatten die Befürchtung, dass wir Besucher zurückweisen mussten, weil es keine Parkmöglichkeiten mehr gab", berichtete Helmut Kaspar, Chef der Polizei Bernkastel-Kues. Zum Glück seien viele Autofahrer nach dem Feuerwerk wieder abgereist, so gab es Platz für die auf der L 47 stehenden Besucher. Kaspar geht davon aus, dass die Besucherzahlen deutlich über denen vom Vorjahr lagen. Auffallend viele Amerikaner waren gekommen. "Das weckte Erinnerungen an die 70er Jahre, als die Amerikaner einen Großteil der Besucher ausmachten", erinnert sich Kaspar. Viel Arbeit hatten die Beamten am Samstagabend an den Brückenköpfen: Es waren so viele Fußgänger unterwegs, dass die Brücke erst kurz vor Mitternacht wieder freigegeben werden konnte, eine ganze Stunde später als im vergangenen Jahr. Trotz der Menschenmassen, die besonders am Weinfestsamstag die Stadt bevölkerten, bezeichnete die Polizei das Einsatzgeschehen als ruhig. Allerdings gab es Samstagnacht einen Unfall: Ein Omnibus bog gegen 1.50 Uhr am Kreisel langsam in die Bahnhofstraße ein, als ein 35-Jähriger die Fahrbahn betrat und neben dem Bus herlief. Weil er vermutlich alkoholisiert war, stürzte er und geriet zwischen die Achsen. Das rechte Hinterrad des Busses fuhr über ein Bein des Gestürzten. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Außerdem musste ein stark betrunkener Mofafahrer aus dem Verkehr gezogen werden. Ein als vermisst gemeldetes, sechsjähriges Mädchen wurde wieder aufgefunden. Weil er starke Schlangenlinien fuhr, wurden die Beamten auf den Fahrer eines Geländewagens aufmerksam, der in Richtung Mülheim unterwegs war. Mehrer Streifenwagen stoppten den 32-Jährigen schließlich, der stark unter Einfluss von Alkohol stand. Hinzu kamen weitere Einsätze wegen betrunkener Personen. Auch am Weinfestsonntag blieb es ruhig. "Und das obwohl die Stadt proppevoll war", wunderte sich Kaspar.

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