Stadt Wittlich investiert in Sportzentrum

Sport : Stadt Wittlich investiert in Sportzentrum

Die Tribüne bröckelt auseinander und ist fürs Publikum  gesperrt. Deshalb muss ein Neubau mit Platz für 800 Zuschauer her. Der wird kleiner und feiner als das marode Bauwerk aus den 1970ern,  aber auch nicht gerade ein Schnäppchen.

Das Sportzentrum Wittlich, in dem bei entsprechender Witterung zahlreiche Vereine und Schulen trainieren sowie ihre Meisterschaften und Turniere austragen, bröckelt. Bereits seit einem Dreivierteljahr ist die Tribüne der Anlage am großen Rasenplatz mit Laufbahn, die noch aus den 1970er-Jahren stammt, nun schon gesperrt. „Die Tribüne ist über die Jahre verfallen, deshalb darf dort aus Sicherheitsgründen niemand mehr drauf“, sagt Marc Teusch vom Verwaltungsrat des SV Wittlich. Der Verein mit mehr als 300 aktiven Fußballern ist Hauptnutzer der drei Fußballplätze des Sportzentrums. Die beiden Herrenmannschaften, eine Damenmannschaft und 23 Jugendmannschaften des Vereins belegen die Plätze bei entsprechender Witterung mit ihren Trainingszeiten, dazu kommen Meisterschaften und Turniere. Aber auch für die Leichtathleten des Wittlicher Turnvereins sowie die Wittlicher Schulen, die dort ihre Sportfeste austragen, und  die Justizvollzugsanstalt ist das Sportzentrum unverzichtbar.

Daneben drehen auch Hobbyläufer oder Hobbyleichtathleten während der Öffnungszeiten des Sportzentrums gerne auf den acht Laufbahnen ihre Runden oder üben sich im Weitsprung.

Doch Zuschauern stehen dort seit Monaten nur Stehplätze am Spielfeldrand zur Verfügung. Die knapp 1000 Sitzplätze umfassende Tribüne ist mit Flatterband abgesperrt. „Die Unfallkasse hat uns eine Sanierung auf die Agenda geschrieben. In dem Zustand können wir keine Schulen und Vereine da drauf lassen“, sagt Bürgermeister Joachim Rodenkirch.

Sanierung Der Bauausschuss hat ein Ingenieurbüro beauftragt, eine neue Tribünenanlage nach den Vorgaben des Ausschusses zu planen. „Sie soll 800 Personen Platz bieten und überdacht sein“, sagt Rodenkirch. Damit werde sie zwar etwas kleiner, aber wesentlich attraktiver.“ Im Rahmen des Neubaus soll die Tribünenanlage ungefähr auf ein Drittel der bestehenden Länge und damit auf rund 50 Meter reduziert werden. Mit einem Dach über dem Kopf soll man dort als Zuschauer aber künftig nicht mehr im Regen stehen. Die geplante Überdachung macht allerdings auch neue Fundamente erforderlich. Im Großen und Ganzen wird der Neubau der Tribüne keine günstige Angelegenheit. 410 000 Euro soll allein die Tribüne kosten, wobei der Dachaufbau zusätzlich mit 140 000 Euro zu Buche schlagen soll, was im Endeffekt 550 000 Euro ausmachen würde.

Dabei ist die Überdachung der neuen Tribünenanlage als eigenständige Maßnahme für eine Landesförderung im Rahmen des „Goldenen Plans“ angemeldet. Ob eine Aufnahme auf die Prioritätenliste erfolgt, ist nach Angaben der Stadtverwaltung noch offen. Die Bauarbeiten sollen von April bis Juli laufen. Das Sportzentrum verfügt über einen Naturrasenplatz mit einer achtspurigen Kunststoffbahn  und weiteren Leichtathletikeinrichtungen wie Weitsprunganlage, Hochsprung, Stabhochsprung. Fußball kann man dort auf drei Plätzen von Rasen über Kunstrasen bis Asche spielen.

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