Stadt Wittlich kauft Stadthaus

Und jetzt wird das Stadthaus doch ihr Eigentum: Den Kauf hat der Stadtrat am Dienstagabend in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig beschlossen. Für 4,7 Millionen Euro wechselt das Gebäude zum 1. Januar 2014 den Besitzer. Gleichzeitig trennt sich die Stadt von 52 städtischen Mietwohnungen.

Am Mittwochmorgen, gleich, nachdem am Vorabend die Entscheidung gefallen war, hat Bürgermeister Joachim Rodenkirch zur Pressekonferenz eingeladen - ins Stadthaus. Das geht ab 1. Januar ins Eigentum der Stadt über.

Eine Vernunftentscheidung: "Das Haus ist ein Zweckbau und erfüllt alle Ansprüche, die wir als Verwaltung haben." 4,7 Millionen Euro lässt sich die Stadt das kosten. Von 5000 Quadratmetern beansprucht die Stadt für sich 1921 Quadratmeter - also 38,5 Prozent der Fläche. Dementsprechend beträgt der anteilige Kaufpreis zur Unterbringung der Stadtverwaltung 2,3 Millionen Euro.

Die Stadt übernimmt alle bestehenden Mietverträge, etwa mit dem Netto-Markt, einem Kieferchirurgen oder der Kriminalpolizei. Kleine Veränderungen sind auch angedacht: Im ehemaligen RWE-Kundencenter soll ein Bürgeramt eröffnen.

Zeitgleich trennt sich die Stadt von 52 Wohnungen. Die verkauft sie an die Gemeinnützige Baugenossenschaft Wittlich - und schweigt über die Höhe des Kaufpreises. Ein Zusammenhang zwischen Stadthauskauf und Wohnungsverkauf bestehe nicht. "Das ist Zufall", sagt Rodenkirch. Die Beweggründe: "Der Immobilienmarkt gehört nicht zu unserem Kerngeschäft."

Mehr von Volksfreund