Stadtbürgermeister Port entfacht großes Feuer

Stadtbürgermeister Port entfacht großes Feuer

BERNKASTEL-KUES. Die Arbeit der Entwicklungsagentur Bernkastel-Kues findet über die regionalen Grenzen hinaus Beachtung. An der Mosel scheint manches machbar, was anderswo (noch) undenkbar ist.

Oppenheim und Bernkastel-Kues haben einige Gemeinsamkeiten. Beide Städte liegen an Flüssen (Oppenheim am Rhein), beide sind bekannte Weinbauorte, beide sind etwa gleich groß. Doch während Bernkastel-Kues eine der wichtigsten Fremdenverkehrsgemeinden in Rheinland-Pfalz ist, steckt Oppenheim in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen. "Wir haben Tagestouristen, ansonsten müssen wir den Tourismus noch entwickeln", sagte Stadtbürgermeister Marcus Held bei einem Besuch in Bernkastel-Kues. Dabei hat Oppenheim ein besonderes Alleinstellungsmerkmal: weit verzweigte Kelleranlagen, die teilweise mehrere Stockwerke übereinander liegen. Entstanden ist das Labyrinth, das teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich ist, zwischen dem 13. Jahrhundert und 1689. Marcus Held, weitere Kommunalpolitiker und Geschäftsleute informierten sich über die Entwicklungsagentur Bernkastel-Kues. Geschäftsführer Viktor Hees, Architekt Peter Berdi und Stadtbürgermeister Wolfgang Port stellten ihnen die Aufgaben der Entwicklungsagentur, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Stadt zukunftsfähig zu machen, vor. Die Gäste waren erstaunt, als sie hörten, was in Bernkastel-Kues alles machbar ist. Zum Beispiel, dass die Stadt in diesem Jahr 80 000 Euro in die Entwicklungsagentur fließen lässt. "Wird das nicht von der Kommunalaufsicht moniert?", lautete eine Frage. Stadtbürgermeister Port lief zu Hochform auf. "Verbandsgemeinde und Kreis machen sich die Taschen voll. Die leben von uns. Wenn das abgelehnt würde, wäre die Kommunalaufsicht bei mir an der falschen Stelle", sagte er. Forsches Auftreten sei aber nur möglich, wenn sich Parteien und Geschäftsleute einig seien und die Bürger hinter sich wüssten. "Sie müssen auch in Oppenheim das Feuer zum Lodern bringen", forderte er. Manchmal sei es wichtiger "Geld in die Köpfe der Menschen zu stecken als in marode Straßen". Die Oppenheimer waren begeistert. "Wir müssen vorsichtig sein, sonst nehmen sie unserem Bürgermeister mit", sagte Stadtratsmitglied Gertrud Weydert.