Stadtentwicklung in Wittlich: Lieserufer, Altbauten und private Bauprojekte sind Teil eines Förderprogramms

Kostenpflichtiger Inhalt: Stadtentwicklung : Neues Gesicht für die alte Stadt Wittlich

Nicht nur am Lieserufer verändert sich Wittlich. An vielen Stellen werden alte Gebäude abgerissen, um Platz für neue Häuser zu schaffen. Altbauten werden modernisiert. Die privaten Bauprojekte sind Teil eines Förderprogramms.

Hier wird gebuddelt, dort wird gebaggert, wo anders wird gebaut: In Wittlich werden derzeit zahlreiche Bauprojekte realisiert, auch abseits des neu gestalteten Lieserufers. Nicht weit des Ufers wurde zum Beispiel das alte Haus des Schumachers Pohlen in der Feldstraße 3 abgerissen (siehe Grafik, Nummer 1). Seit Ende 2017 wurde das „Alte Schusterhäuschen“ in der Unterstadt abgerissen, mittlerweile ist nichts mehr von dem roten Gebäude zu sehen, das seit Jahren leer stand. Auf der Fläche der alten Schusterwerkstatt entsteht, so Stadtpressesprecher Rainer Stöckicht, ein Wohn- und Geschäftshaus mit zwei Wohneinheiten und einem gastronomischen Betrieb.

Unweit der alten Schusterwerkstatt wurden kürzlich ebenfalls zwei Gebäude abgerissen, um Platz für einen Neubau zu machen: In der Karrstraße 22 und 24 (Ziffer 4 auf der Grafik) werden Gebäude abgebrochen und neue errichtet. „Das rückwärtige Bestandsgebäude wird ebenfalls abgebrochen und neu errichtet mit einem dazwischen liegenden Verbindungstrakt. Insgesamt ist der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit acht Wohneinheiten und einem Ladenlokal geplant“, teilt Stöckicht auf TV-Anfrage mit. In der Trierer Straße 42-46 (Parkplatz Kranz-Wendel, Ziffer 3) soll eine Baulücke geschlossen werden. Dort wird ein dreigeschossiges Wohnhaus entstehen. Insgesamt werden in dem Gebäude sechs Wohnungen sein. Fläche für eine gewerbliche Ladennutzung ist nicht vorgesehen.

In der Neustraße 25 (Ziffer 2) haben ebenfalls kürzlich die Bagger gewühlt. Das einst dort stehende Gebäude wurde bereits abgerissen, das private Gelände wird derzeit als Parkplatz genutzt.

An dieser Stelle soll jedoch ein dreigeschossiges Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoss in Holzbauweise entstehen. „Insgesamt sollen sechs Wohneinheiten errichtet werden“, teilt Stadtpressesprecher Stöckicht mit.

Nach dem Abriss des Gebäudes in der Kurfürstenstraße (5) entsteht an dieser Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage. Zudem wird das Bestandsgebäude, das Kolpinghaus, in ein Wohn- und Geschäftshaus umgebaut (der TV berichtete).

Im Ex-Kolpinghaus sollen, so Stöckicht, ein Geschäftslokal sowie achte behindertengerechte Wohnungen entstehen. „Im Neubau soll ebenfalls ein Geschäftslokal sowie behindertengerechter Wohnraum geschaffen werden“, so Rainer Stöckicht.

Auf dem benachbarten Kurfürstenplatz (Parkplatz neben Fürstenhof, Nummer 6) beginnen demnächst die Arbeiten für ein zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Staffelgeschoss, wie Rainer Stöckicht mitteilt. Im Erdgeschoss sind Praxis- und Büroräume geplant, im Ober- und Dachgeschoss sollen sechs barrierefreie Wohnungen entstehen. Für die ersten fünf Projekte gibt es eine Förderung aus dem Programm „Aktive Stadtzentren“ (siehe Info), der Bau des Gebäudes auf dem Kurfürstenplatz fällt dort heraus.

Abrissgebäude Kurfürstenstraße Kolpinghaus Foto: Klaus Kimmling. Foto: Klaus Kimmling
Nach dem Abriss und vor dem Neubau: Die  Lücken in der Karrstraße (links) und in der Kurfürstenstraße (rechts)  werden private Bauherren füllen. Dort werden Wohn- und Geschäftshäuser gebaut. Foto: Klaus Kimmling

Es seien noch weitere Projekte im Stadtgebiet in Planung, so Stöckicht: „Bauanträge hierzu liegen aktuell aber noch nicht vor, so dass wir hierzu keine Stellungnahme abgeben können“, sagt der Büroleiter.

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