Stadtplanung

Zum Artikel "Licht an! Aber wie?: Wittlich plant neue Beleuchtung zum Projekt Stadt am Fluss" (TV vom 17. November) schrieb uns dieser Leser folgende Zeilen:

In der TV-Ausgabe vom 17. November wird von Beratungen des Bau- und Verkehrsausschusses der Stadt Wittlich berichtet ("Licht an! Aber wie?: Wittlich plant neue Beleuchtung zum Projekt Stadt am Fluss"). Dort wurden tiefschürfende Überlegungen angestellt, wie man möglichst überteuerte Eyecatcher, im Artikel als Beleuchtung deklariert, für das Lieserufer anschafft, um die Steuergelder der Bürger schwungvoll mit beiden Händen in die Lieser zu befördern. Da ist die Rede von "künstlich auf alt gemachten Laternen, die zum Schmiedeeisengeländer der Lieserbrücke passen". Natürlich empfiehlt der Lobbyist RWE die teuerste Variante: Stelenleuchte, besonders geeignet mit eingebauter moderner Technik für WLan-Internet-Verbindung zum Lieserufer. Sehr wichtig!Denn es gibt in der Lieser viele junge Fische, die die Zeitung "Wittlicher Woch" gerne online lesen wollen. Für die anderen, nicht so modernen Artgenossen gäbe es dann eine Designerbeleuchtung zum Lesen der Zeitung direkt nach der Verteilung in der Nacht, damit man auch hier informiert ist. Aber falls man dann wirklich vom Marktplatz bis zur Lieser eine WLan-Internetanbindung installiert, würde es sich doch anbieten, diese Infrastruktur auch noch bis zum Konversionsgebiet "Vitelliuspark" auszubauen. Denn die dort verlegten Leerrohre für die Internetbereitstellung via Glasfaser werden, wie es aussieht, ungenutzt im Boden verrotten. Da tröstet auch nicht der für Ende 2018 in Aussicht gestellte Ausbau von "schnellem" Internet via Vectoring (also bereits veralteter Kupfertechnik) drüber hinweg. Eventuell denke ich auch zu pragmatisch, aber ich bin der Meinung, dass man bei einem Haus erst dann die Gardinen aussucht, wenn die Wände stehen. Will sagen: In Wittlich mangelt es massiv an moderner, elementarer Internet-Infrastruktur, in die man scheinbar nicht bereit ist, zu investieren. Man zieht es scheinbar lieber vor, kostspielige Prestigeprojekte zu realisieren. Marco Klose, Wittlich