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Stadtrat Bernkastel-Kue beschließt Verschönerung

Kommunalpolitik : Wie das Weinfest attraktiver werden soll

Stadtratssitzungen verlaufen immer wieder unterschiedlich. Manchmal entbrennen heiße Diskussionen, manchmal werden schon lange im Vorfeld diskutierte Beschlüsse durchgewunken.

Auf der jüngsten Sitzung des Stadtrats von Bernkastel-Kues kam das schwierigste Thema zum Schluss des öffentlichen Teils auf den Tisch. Doch zunächst der Reihe nach. Der im Januar eingeführte Leiter des Ordnungsamtes, Axel Schmitt, der zuvor in Morbach tätig war, erläuterte die Planung für das Weinfest der MIttelmosel, das am 30. August beginnt. Bislang habe es viele Trittbrettfahrer gegeben, die am Weinfest Außenstände betreiben, ohne einen Beitrag zu zahlen. Das soll sich nun ändern.

Ab sofort gilt, so Schmitt: „Wenn jemand am Weinfest Außer-Haus-Verkauf macht, dann braucht er einen Vertrag.“ Die dafür nötigen Verträge würden komplett überarbeitet und vereinheitlicht. Zudem versprach Schmitt,  während des Weinfestes Kontrollen durchzuführen.

In den folgenden Tagesordnungspunkten ging es ebenfalls um das Weinfest. Die Weinstraße soll attraktiver gestaltet werden, insbesondere der hintere Bereich. Das erklärte Barbara Jakobs vom Organisationsteam. Dort spielen seit zwei Jahren Bands unter einem Pavillon mit eigener Sound-Anlage. Mit einer Bühne mit Lichttechnik könnte dieser Bereich aufgewertet werden, schlug Jakobs vor.

Welche Bühne dafür verwendet werden könnte und wie sie finanziert wird, diskutierte der Rat daraufhin, fasste aber noch keinen Beschluss.

Das heikelste Thema kam schließlich am Ende der Sitzung auf den Tisch. Bereits vor drei Jahren hatte die Stadt Bernkastel-Kues ein neues Logo für das Weinfest der Mittelmosel eingeführt. Eine gelb-grüne Weinrebe auf hellblauem Grund mit moderner Schrift wirbt seitdem für das Weinfest. Aber auf dem breiten Schild, das an der Brücke die dort beginnende Weinstraße überspannt, fehlt es noch. Das fiel Elena Thul vom Organisationsteam auf, und sie präsentierte deshalb eine Fotosimulation, in der das alte Schild durch ein modernes Banner ersetzt wurde. Die Reaktionen im Gremium waren spontan: Axel Weber von der Ubu-Fraktion sagte: „Ein neues Schild wäre schön!“. Frank Hoffmann von der CDU widersprach: „Das alte Schild soll bleiben!“ Das Gremium lehnte den Vorschlag ab. Allerdings soll bis zur nächsten Sitzung eine Alternative erarbeitet werden.

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