1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Stadtrat Manderscheid beschließt Bebauungsplan

Kommunales : Neues Feuerwehrgerätehaus für Manderscheid

In nur acht Monaten vom Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan. Damit kann das neue Feuerwehrgerätehaus kommen. Weitere gute Nachrichten gab es in der Ratssitzung beim Haushalts- und Forstwirtschaftsplan

  Die Stadt Manderscheid möchte Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz  gerne im Ort behalten, weil sie wichtige Institutionen sind. Dafür musste sie aber Platz schaffen, denn sowohl bei der Feuerwehr als auch beim Deutschen Roten Kreuz herrscht akuter Raumbedarf. Deshalb steht seit längerem die „Erweiterung des Gewerbegebiets“ in der Diskussion.  Für das 1,5 Hektar große Gelände, das Richtung Großlittgen  im Anschluss an das bestehende Gebiet entsteht, ist ein rechtsgültiger Bebauungsplan notwendig. Die Behördenbeteiligung erfolgte im September vergangenen Jahres. 40 Fachbehörden wurden angeschrieben, 30 haben sich zurückgemeldet und drei Beschlüsse hatte der Rat daraufhin gefasst. Anschließend ging es  in die Offenlage bis zum 18. Januar. Bei der vergangenen Ratssitzung wurde der Beschluss des Bebauungsplans schlussendlich gefasst. Hans-Peter Weinand, Bauabteilung der Verbandsgemeinde Wittlich Land sagt: „Das Feuerwehrhaus und auch das neue Gebäude des DRK können kommen. Vom formellen Aufstellungsbeschluss Mitte Mai  bis zum Bebauungsplan Ende Januar  war das eine sportliche Zeit.“ Stadtbürgermeister Günter Krämer ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass die Zusammenarbeit zwischen Planungsbüro, Verwaltung und Stadtrat so gut funktioniert hat.“

Aus dem Forstwirtschaftsplan gab es ebenfalls gute Nachrichten. Im vergangenen Jahr gab es einen Überschuss, mit dem die Stadt einen neuen Traktor anschaffen konnte. Für 2021 ist ebenfalls ein Plus von 16000 Euro eingeplant.

Im Haushalt der Stadt kann ein Überschuss von 9300 Euro verbucht werden. „Das klingt auf den ersten Blick nach nicht viel, bei einem Haushaltsvolumen von zwei Millionen, aber für die Stadt Manderscheid ist das ein Erfolg“, so Kämmerer Bernhard Bros. Weiter erklärt er: „Die  Grundaussage des Haushalts ist in diesem Jahr, dass die Ausgaben, die von der Stadt getätigt werden müssen, auch erwirtschaftet werden.“ Positiv sind die Einnahmen durch die Gewerbesteuer, die bei 165000 Euro liegen und damit doppelt so hoch sind  wie im Jahr zuvor.

Trotz der guten Nachrichten kann aber noch keine Entwarnung für die Finanzen der Burgenstadt gegeben werden, denn es gibt eine Gesamtverschuldung von drei Millionen Euro. In einer der nächsten Sitzungen will sich der Rat noch einmal mit den freiwilligen Ausgaben auseinandersetzen. 71000 Euro leistet sich die Stadt für Sportstätten, Museen, den Tourismus und das Kurhaus. „Wir müssen uns die freiwilligen Ausgaben noch einmal anschauen und sehen, ob es Alternativen gibt“, so ein Ratsmitglied.

Für das kommende Jahr wird die Stadt in eine eigene Homepage investieren, die barrierefreie Burg soll weiter auf den Weg gebracht werden. Beim Bürgersteig und der Beleuchtung für den Radweg, der zwischen Pantenburg und Manderscheid kommen soll, wird die Stadt ebenfalls zahlen müssen.

Stadtbürgermeister Günter Krämer teilte mit, dass drei Baustellen verkauft wurden, eine reserviert und zwei angefragt sind und dass wegen des Wetters Probebohrungen beim Klettersteig verschoben werden mussten.

Ein neuer Bäcker kommt in die Kurfürstenstraße, neben die Metzgerei Mittler. 18 Bäcker hatte die Stadt angeschrieben, davon wollten drei das Café gegenüber der Apotheke pachten, das ist jedoch in Privatbesitz und steht nicht zur Verfügung.