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Stadtrat von Bernkastel-Kues diskutiert über Weihnachtsbeleuchtung

Bernkastel-Kues : Wenn es in Bernkastel-Kues weihnachtet: Wie steht es um die Beleuchtung?

Überall muss Energie gespart werden. Wie wirkt sich das auf die anstehenden Weihnachtsmärkte aus? Für die Veranstaltung in Bernkastel-Kues sieht es gut aus, bei der Beleuchtung gibt es aber noch einen Knackpunkt.

Was prägt die Stadt Bernkastel-Kues in der Adventszeit? Vor allem der Weihnachtsmarkt in der Altstadt. Der wird immer dann besonders romantisch und hat viel Atmosphäre, wenn es dunkel wird und die Weihnachtsbeleuchtung angeht. Wird es dieses Jahr vom 18. November bis zum 21. Dezember auch so sein?

Dunkel wird es von alleine. Doch ob dann, in Zeiten von Energieknappheit und steigenden Energiepreise, auch die Sterne und Kerzen an und über den Straßen und Plätzen funkeln, steht buchstäblich noch in den Sternen. Vor fünf Jahren habe die Stadt auf LED-Beleuchtung umgestellt. Dadurch sei der Stromverbrauch schon stark zurückgefahren worden. „Viel mehr können wir nicht sparen“, sagt Stadtbürgermeister Wolfgang Port in der Sitzung des Bernkastel-Kueser Stadtrats.

Es gibt mittlerweile vielerlei Vorgaben des Bundes. Für den Umgang mit der Weihnachtsbeleuchtung fehlen solche. Es ist den großen und kleinen Städten also aktuell freigestellt, ob sie auf dem Niveau der Vorjahre bleiben, zurückfahren oder ganz auf weihnachtliche leuchtende Dekoration verzichten.

In Bernkastel-Kues könnte – sogar bei gleichbleibendem Effekt – auch noch gespart werden. Die Weihnachtsbeleuchtung ist an die Straßenbeleuchtung gekoppelt. Das heißt: Wenn die Lampen angehen, beginnen auch Sterne und Kerzen ihr helles Spiel. Das heißt bisher aber auch: Beides erlischt auch erst morgens zusammen.

„Die Weihnachtsbeleuchtung brauchen wir aber eigentlich nur solange, wie auch der Weihnachtsmarkt geöffnet ist“, sagt Frank Hoffmann, der nicht nur dem Stadtrat angehört sondern auch Vorsitzender des Werbekreises ist, der den Weihnachtsmarkt zum 45. Mal organisiert, dem TV. Geöffnet ist der Markt bis 19 beziehungsweise 20 Uhr (freitags und samstags).

Derzeit werde geprüft, ob eine Entkoppelung von Straßen- und Weihnachtsbeleuchtung möglich ist, erläutern Hoffmann und Stadtbürgermeister Port. Und was ist, falls das nicht möglich ist? „Dann müssen wir die Weihnachtsbeleuchtung bis morgens anlassen oder aber ganz darauf verzichten“, sagt Frank Hoffmann.

Im Gespräch mit dem TV erläutert er seine Sicht der Dinge. Im Verhältnis zum Rummelplatz beim Weinfest und zum Betrieb des monatelang am Moselufer betriebenen Riesenrades, sei die Weihnachtsbeleuchtung ein kleiner Kostenfaktor.

Der Markt an sich sei wichtig für die Stadt. Dass die Kommune dessen Stromkosten trage, sei Wirtschaftsförderung im besten Sinn. Der Markt ziehe auch viele Übernachtungsgäste an. Deren Gästebeitrag – 1,50 Euro pro Übernachtung – kassiere die Stadt. Da kommt ein hübsches Sümmchen zusammen. Hoffmann rechnet vorsichtig und kommt doch auf mindestens 90 000 Euro.

Auf etwas sollen die Bürgerinnen und Bürger sowie die Tagesgäste und die Kurzurlauber  – nach jetzigem Stand – während der festlichen Zeit nicht verzichten: auf die überdimensional große Kerze auf dem Turm der über der Stadt thronenden Burg Landshut. Das Bauwerk  wird wegen der aktuellen Verordnungen des Bundes nicht angestrahlt, die Kerze könnte nach jetzigem Stand aber „entzündet“ werden.

Und wie sieht es abseits des Weihnachtsmarktes in der Stadt aus? „Wir haben alle städtischen Immobilen überprüft“, sagt Stadtbürgermeister Wolfgang Port. So seien, wo es erforderlich war, alte Glühbirnen ersetzt worden. Elektrische Heizkörper dürften nur in Ausnahmefällen eingeschaltet werden. Viele öffentliche Gebäude, Denkmäler, wie die Burg Landshut und Kirchen werden nicht mehr angestrahlt. Port appelliert an die Aufmerksamkeit der Menschen. „Es ist wichtig auf unnötigen Energieverbrauch zu achten.“