Stadtschröter packen heißes Eisen an

Stadtschröter packen heißes Eisen an

TRABEN-TRARBACH. Was für ein Wochenende in Traben-Trarbach: Es wurde fröhlich gefeiert, scharf geschossen, das Kompetenz-Team war zufrieden, die Stadtschröter packten ein heißes Eisen an. Und der September sagte mit Blitz und Donner Adieu. Im Mittelpunkt der vielfältigen Aktivitäten stand das Marktplatzfest, das in Traben drei Tage lang viele Gäste aus nah und fern anlockte.

Schon am ersten Abend herrschte bis 1.30 Uhr munteres Treiben und der Federweiße floss in Strömen. Die Weingüter Bernd Thomas und Josef Ehses freuten sich über die Genießer des Rebensaftes, und wer Bierdurst verspürte, wendete sich an den Löschzug I der Freiwilligen Feuerwehr Traben. Um das leibliche Wohl kümmerten sich die Metzgerei Paul Schanz und die Bäckerei Klaus Josef Pull, und für Live-Musik sorgte Rolf.Spende an die Kindergärten

Stadtweinkönigin Julia I. begrüßte am Samstag im Beisein von Bürgermeisterin Heide Pönnighaus und dem Zünfter Karl Thielmann die Besucher. "Die Schröterzunft hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen", sagte Zunftmeister Gerhard Bretz zu den gespannten Gästen. Acht Jahre lang wurde eine 18,50 Meter hohe Fichte am Trabener Jakobstag herangeschrotet und am Moselufer aufgestellt. Im Zunfthaus hatte sie zwar nach dem Weinfest einen trockenen Lagerplatz, doch ehe sie im fortgeschrittenen Alter ein Sicherheitsrisiko würde, brachten die Schröter sie nun scheibchenweise unters Volk. Im nächsten Jahr gibt es einen neuen Zunftbaum. Der alte wurde ein Opfer der Säge. Für einen Obolus von drei Euro konnte jeder eine Scheibe erwerben. Die Stadtschröter verdoppelten die Summe und spendeten sie den beiden Kindergärten in der Stadt. Überdies packten sie ein heißes Eisen an: Zünfter Walter Kappel versah die Holzscheiben mit dem Brandzeichen der Zunft. Das heizte die Stimmung am Marktplatz weiter an. Und dass am Abend ein Gewitter es so richtig krachen ließ, tat dem frohen Treiben keinen Abbruch.Jagd auf Wildschweine

Brandgefährlich wurde es auch für die Schwarzkittel, die in Traben-Trarbach in den vergangenen Monaten große Schäden anrichteten. Bei einer kleinen Drückjagd vom Brauer bis Ende Hasenläger in Richtung Mont Royal wurde scharf geschossen. Mehr als ein Dutzend Wildschweine war bis zum frühen Abend erlegt worden. Da waren die Einkaufsstraßen des Städtchens ein weitaus angenehmeres Revier für Schnäppchenjäger. Beim verkaufsoffenen Kompetenz-Sonntag präsentierten sich die inhabergeführten Geschäfte in Traben-Trarbach mit kompetenter Beratung und ihrem umfangreichen Angebot. Das Kompetenz-Team der Stadt zeigte sich zuletzt ebenso zufrieden wie Einkäufer mit ihrer Ausbeute.