Stärkung für den Nachmittag

TRABEN-TRARBACH. Schluss mit dem Provisorium: Die Grundschule Traben-Trarbach hat ihren Speisesaal eingeweiht.

Einweihungsfeiern wie diese wünscht man sich öfter: Der neu gebaute Speisesaal der Grundschule Traben-Trarbach ist mit einer Veranstaltung eröffnet worden, an der Kinder aktiv teilnahmen und die Vortragsredner sich der anwesenden Schüler wegen bemühten, ihre Beiträge verständlich vorzubringen: eine kurzweilige und unterhaltsame Veranstaltung. Die Flötengruppe und der Chor der Grundschule unterhielten die Gäste, Viertklässler sorgten mit der lustigen Geschichte vom "Drachen, dem es im Bauch zwickt" für Lacher im Publikum. Den Abschluss bildete das "Tomatensalat"-Lied, bei dem der Schulchor die Anwesenden zum Mitsingen bewegte - da sang selbst Ulrich Weisgerber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach mit. Drei Jahre nach der Erweiterung der Grundschule zur Ganztagsschule ist mit dem Speisesaalneubau ein Provisorium beendet. Früher mussten die Kinder zur Mensa der Hauptschule pilgern, was jedoch ein Zeit raubender und aufwändiger Prozess war. Schulleiter Wolfgang Hill illustrierte die Erfahrung mit einer Bildervorführung: Sind alle da? Muss noch jemand zur Toilette? Können wir los? "Im Endeffekt hatten die Schüler dann nur wenige Minuten für das eigentliche Mittagessen", erklärte Schulelternbeirat Markus Ahr. Auch die im vorigen Jahr genutzte Schulküche war als Speiseraum zu klein. Im neuen Raum leuchtet hingegen durch breite Fenster die Sonne herein. Für insgesamt 180 000 Euro ist die einstige Pausenhalle teilweise abgerissen und neu gebaut worden. Ein Vorbereich des Schulhofes wurde als Ersatz überdacht. An Aschermittwoch nahm die Schule den Raum in Betrieb. Das Land trug 70 Prozent der Kosten, weitere 15 800 Euro waren Kreiszuschüsse. "Die meisten unserer Schulden sind Kredite zugunsten von Bildungsaufgaben", erklärte Weisgerber. Mit Ausnahme der Realschule bieten alle Schulen in der VG ein Ganztagsangebot an. In der Grundschule umfasst das Ganztagsangebot von Montag bis Donnerstag mehrere kostenfreie Angebote im Anschluss an den Unterricht und das (allerdings kostenpflichtige) Mittagessen. Dazu gehören unter anderen neben einer Betreuung für Erst- und Zweitklässler eine individuelle Förderung und die Bearbeitung von Hausarbeiten. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Angebote von Arbeitsgemeinschaften wie Spielgruppen, Kochen, Computer oder Schwimmen. Im kommenden Schuljahr werden 75 Kinder das freiwillige Angebot wahrnehmen - was etwa einem Drittel aller Schüler der Grundschule entspricht. Hill freut sich jedenfalls über das Ende der Bauarbeiten. "Vorbei die Hektik und die beengende Situation der Vorjahre. Hier fühlt man sich wohl - und das macht das Nachmittagsarbeiten für die Schüler angenehmer."

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