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Startschuss für die Stadtentwicklung

Startschuss für die Stadtentwicklung

Die Kurstadt als Teil der Gesundheitslandschaft Vulkaneifel (der TV berichtete) muss sich auch baulich neu auf kommende Herausforderungen ausrichten. Dies war die Hauptbotschaft eines Vortrags des Stadtplaners Klaus Zimmermann.

Manderscheid. (ako) Das in Bitburg und Kaiserslautern ansässige Büro für Immissionsschutz, Städtebau und Umweltplanung ISU hat in der Region Trier bereits viele Projekte verwirklicht, von der gesamten Einzelhandelskonzeption bis zur Realisierung einzelner Bauvorhaben.

In Manderscheid nun ging es in einem Impulsvortrag des Bitburger ISU-Chefs Klaus Zimmermann vor dem Stadtentwicklungsausschuss und interessierten Bürgern um konkrete Perspektiven, die sich baulich aus einer verstärkten gesundheitstouristischen Ausrichtung der Stadt ergeben können. Im Projekt Gesunheitslandschaft soll ein Netzwerk von Akteuren aus Medizin, Tourismus, Sport, Kultur und den Verwaltungen der drei an der Gesundheitslandschaft beteiligten VGen Daun, Manderscheid und Ulmen entstehen.

Zimmermann skizzierte drei Schwerpunkte für Manderscheid: erstens den Flächenverbrauch im Außenbereich beschränken und bauliche Erweiterungen in der Kernstadt suchen; zweitens den Ortskern im Hinblick auf Gastronomie und Einzelhandel stärken; drittens die touristische Infrastruktur auf die Besonderheiten einer gesundheitstouristischen Offensive hin ausbauen.

"Die Voraussetzungen mit Kurortstatus, Eifelsteiganbindung, und die Burgen sind sehr gut. Aber es erfordert viel Kreativität, daraus mehr zu machen." Zimmermann schlug als bauliche Veränderung vor allem eine direkte fußläufige Verbindung zwischen Marktplatz und Kurpark vor. Die jetzige Route über die Kurfürstenstraße sei zu unattraktiv und mit zu engen Bürgersteigen nur für den Autoverkehr geeignet.

Der Weg in eine ehrgeizige Stadtentwicklung könne dabei mit vielen kleinen und auf das beschränkte Budget abgestimmten Schritten erfolgen. Zudem könnten weitere Fördermittel aufgetan werden. Die Ausschussmitglieder zeigten sich sehr angetan von der Inspiration durch den ISU-Ingenieur. "Wir brauchen einen schnellen Startschuss für konkrete Planungen", lautete die einhellige Meinung, denn der touristische Boom des Eifelsteigs müsse ausgenutzt werden.

So wird es am 1. Juni eine konstituierende Sitzung für die Stadtentwicklung und sofort anschließend eine öffentliche Sitzung für die interessierte Bevölkerung geben, die zur Teilnahme aufgerufen ist.