Staunen im Rittersaal

TRABEN-TRARBACH. (red) Sprachlos war einer der Gäste, der die Stufen des Rittersaals erklomm, um bei der Präsentation der Weingüter des Klitzekleinen Rings dabei zu sein. Die Präsentation war in jeder Hinsicht gelungen.

"Diesen Anblick muss ich erst einmal genießen", sagte der oben genannte Besucher und ging staunend durch den Raum. Nicht nur die Gäste, die von weit her angereist kamen, sondern auch viele Traben-Trarbacher Bürger kannten den Rittersaal bis dahin nicht. Aus herbstlich sonnigem Wetter tauchten über 150 Besucher in das Ambiente des mittelalterlichen Gebäudes ein.Üppige Leuchter und Fahnenschmuck

Liebevoll war der hohe Saal mit Blumen, Kerzen in üppigen Leuchtern und Fahnen geschmückt. Im Zentrum befand sich die lange Tafel, an der viele Gäste erst einmal Platz nahmen, um in der Liste der 53 Weine die auszusuchen, die sie probieren wollten. So wie die Ritter der Tafelrunde ihrem Herrn im Mittelalter schworen, ihm in Treue, Gehorsam und Respekt zu dienen, haben sich die neun Weingüter der Mittelmosel dem Riesling und den Steillagen verpflichtet. Ein einfacher Bauer konnte damals nicht Ritter werden. Quasi analog dazu kamen zur Weinpräsentation eben auch Winzer zusammen, die - jeder auf seine Art - ihren Beitrag auf hohem Qualitätsniveau einbrachten. Das Ergebnis dieser Einstellung zum Riesling und zur unverwechselbaren Mosellandschaft war beachtlich. Das Angebot reichte vom trockenen Qualitätswein bis zum Eiswein, von Kinheim bis nach Pünderich. Die Weingüter Artur Mentges, Clemens Busch, Johann Lenz, Martin Müllen, Torsten Melsheimer, Paul Moog, Richard Böcking, Staffelter Hof, Daniel Vollenweider und das Gastweingut Janson-Bernhard aus Zellertal in der Pfalz hatten großen Spaß bei der Präsentation und waren sehr zufrieden mit der hervorragenden Resonanz bei den Besuchern. Mancher Gast bestätigte, was Peter Mönks in seiner Eröffnungsrede schon gesagt hatte: Das Verhältnis zwischen dem Preis für Riesling von der Mosel und dem Aufwand, der dafür in der Steillage nötig ist, stimmt nicht. Dieses Gefühl hatten auch einige Gäste des Klitzekleinen Rings, nachdem sie mehrere Stunden nicht nur die exzellenten Weine sondern auch noch dieses und jenes leckere Häppchen genossen hatten und bestgelaunt nach Hause gingen.

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