1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Stelle vakant: Weniger Gottesdienste

Stelle vakant: Weniger Gottesdienste

Zwölf Jahre hat Josef Karst in der Pfarreiengemeinschaft Wittlich als Kooperator gearbeitet. Er wird am Samstag, 27. August, 17.30 Uhr in St. Bernhard in der Heiligen Messe und beim anschließenden Empfang im Pfarrheim St. Bernhard verabschiedet. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Deshalb wird das Angebot an Gottesdiensten eingeschränkt.

Wittlich. Die Bezeichnung Kooperator ist nicht jedem ein Begriff. Sie benennt den einer Pfarrei beigeordneten Geistlichen ohne Leitungsgewalt. In der Pfarreiengemeinschaft Wittlich hat dieses Amt seit zwölf Jahren Josef Karst inne. Er wird jetzt in den Ruhestand gehen und das hat eine veränderte Gottesdienstordnung ab dem 30. Juli zur Folge. Sprich: Es wird weniger Heilige Messen geben.
Denn für die Kooperatorenstelle in der Pfarreiengemeinschaft Wittlich, die ab 1. September zu besetzen wäre und die im Trierer Kirchlichen Amtsblatt zum 1. Mai 2016 ausgeschrieben wurde, hat sich bislang kein Bewerber gefunden.
"Die Hintergründe des priesterlich-personellen Engpasses brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht ausfalten. Das bedeutet für unsere Pfarreiengemeinschaft, dass wir uns vorläufig auf eine Vakanz des Kooperatorendienstes einstellen müssen", teilt Pastor Bruno Comes im aktuellen Pfarrbrief mit. Dort sind die pastoralen Aufgaben gelistet, für die Josef Karst als Kooperator verantwortlich war: "Er hat sich um die Koordination im Bereich Haus- und Krankenkommunion gekümmert. Auch das gesamte Feld des Erwachsenenkatechumenats oblag ihm. Das heißt, dass er sich schwerpunktmäßig um erwachsene Tauf- und Firmbewerber gekümmert hat und sie auf diesem Weg begleitet hat", so Comes und: "Wie wir hauptamtlicherseits oder gegebenenfalls auch ehrenamtlich die diesbezügliche Vakanz aufzufangen gedenken, ist noch nicht geklärt."

Keine Feiertagsregelung


Zunächst werde im Bereich der Heiligen Messen reagiert. Dafür habe man in Rücksprache mit dem Pfarreienrat die Gottesdienstordnung überarbeitet, denn "durch den derzeitigen Wegfall einer kompletten Stelle entsteht eine erhebliche Lücke in der gottesdienstlichen Versorgung."
Eine Lücke gebe es sowohl bei Sonntagsmessen, Werktagsgottesdienste, als auch bei Kasualien rund um Trauungen, Jubiläen und Trauerfälle.
Bleiben werden an Sonntagen die Messe am Vorabend in St. Bernhard um 17.30 Uhr und am Sonntagmorgen um 11 Uhr in St. Markus. Aber: Die Messe um 8 Uhr in St. Markus entfällt.
Weiter ist Sachstand: "Die Pfarrorte Lüxem, Bombogen, Platten, Altrich und Wengerohr werden zukünftig einen festen 14-tägigen Rhythmus der Heiligen Messe (orientiert an den Kalenderwochen) erhalten.
Die Filialorte Plein, Neuerburg und Flußbach werden sonntäglich alle sechs Wochen Eucharistie feiern. Einzige Ausnahme: In Plein gilt weiterhin die Wechselregelung mit Haus St. Anton - solange Pastor Gansemer den Dienst übernimmt."
Über weitere Veränderungen der Gottesdienstordnung kann sich jeder im aktuellen Pfarrbrief informieren.
Die Feiertagsregelungen für Allerheiligen, Weihnachten, Ostern, Pfingsten sind noch nicht überarbeitet.
Der Abschied von Josef Karst wird am Samstag, 27. August, um 17.30 Uhr in St. Bernhard gefeiert. "In der Heiligen Messe und beim anschließenden Empfang im Pfarrheim St. Bernhard wird Gelegenheit sein, miteinander zu feiern, sich zu begegnen, zu bedanken und zu verabschieden", schreibt Bruno Comes im Namen der Räte der Pfarreiengemeinschaft und im Namen des Seelsorgeteams.
Und: "Wir wünschen schon jetzt an dieser Stelle Josef Karst einen guten Start in den "Unruhestand", denn wer Josef Karst kennt, vermutet dies vielleicht eher als Ruhestand." sos