Weinbau Strafzoll-Ping-Pong zwischen USA und EU trifft die Moselwinzer

Mülheim/Wiltingen/Trier · Die EU hat auf US-Strafzölle gegen deutschen Wein mit entsprechenden Maßnahmen auf amerikanische Produkte reagiert. Grund ist ein Streit in der Flugzeugbranche.

 Der Handelskrieg mit den USA wirkt sich auch auf die Weinbranche aus.

Der Handelskrieg mit den USA wirkt sich auch auf die Weinbranche aus.

Foto: picture alliance / dpa/Arno Burgi

Mit der Abwahl des noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump hoffen viele darauf, dass sich die EU und die USA auch im Handel wieder annähern, was sich auch auf die Weinbranche auswirken wird. Dennoch führte die EU in der vergangenen Woche neue Strafzölle gegen Produkte aus den USA ein. Das ist wiederum eine Reaktion auf bereits bestehende Strafzölle der USA gegen europäische Produkte, darunter auch Wein. Diese US-Strafzölle betreffen nur EU-Staaten, in denen Airbus-Produktionsstätten liegen. Aber was hat die Luftfahrt mit dem Wein­export zu tun? Die USA gewähren dem Flugzeughersteller Boeing Staatshilfen, die EU wiederum dem heimischen Airbus-Fabrikanten. Diese Staatshilfen sind die Ursache dieses schon seit Jahrzehnten bestehenden Streits, denn sie werden von beiden Seiten als wettbewerbsverzerrend betrachtet.