"Strahlende" Projekte

Mit einem Preisgeld von insgesamt 10 000 Euro hat die Initiative "Hilfe für Helfer" zwei Großprojekte und vier kleinere Initiativen gewürdigt.

Mülheim. Die Deutsche-Bank-Initiative "Hilfe für Helfer" hat sechs Gewinnern in der Region vorgezogene Weihnachten beschert. Im Mülheimer Hotel "Richtershof" haben sie Schecks im Gesamtwert von 10 000 Euro in Empfang genommen. Je 3800 Euro gehen an die Grundschule Mülheim und an das Bernkasteler Augenarztteam.

Die Schule mit ihrer Leiterin Marlene Steinmetz hatte sich beworben mit dem Projekt "Erfolgreich im Leben und in der Schule - Neues lernen und Coaching zur Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenz", dem auch das Preisgeld zugute kommen soll.

Das Praxisteam, bei der Preisverleihung vertreten durch die Ärzte Thomas Schwarz und Andreas Künster, ist mit "Namibia 2008/2009" dabei, einem kostenlosen Engagement in Afrika. Der Preis ermöglicht den Kauf eines 8500 Euro teuren, handlichen Ultraschallgerätes, das nicht nur Augen vermessen kann, sondern auch die Stärke von Linsen errechnet.

Über 900 Euro freuen dürfen sich die Aktiven von "Donnerwetter und Band". Laut Silvia Straubel, die den Scheck entgegen nimmt, zählt der Chor aus Menschen mit geistiger Behinderung derzeit 45 Kinder, die teils gar nicht sprechen könnten. Mit dem erhaltenen Betrag wollten sie eine CD aufnehmen.

Weitere je 500 Euro erhalten die Veldenzer Kindertagesstätte "Grenzenlos", ein Mülheimer Musikkreis für Senioren und die Wintricher Initiative "Bürger für Bürger". Die Kindertagesstätte erhält den Preis für ihr Projekt "Faustlos", das gewaltfreie Konfliktlösungen durch Musik und Theater vermittelt. Der Musikkreis wird laut Axel Leichner mit dem Betrag nicht nur Notenständer kaufen, sondern auch Klangbausteine, mit denen die Senioren ohne teure Instrumente zusammen musizieren können.

Das noch junge Projekt "Wintricher Netz" ermöglicht laut Burkhardt Kullik dank "sehr engagierter Leute" Angebote wie die Begleitung von Senioren zu Ärzten oder Behörden.

Mit den Gewinnern freut sich Rita Erz, Leiterin der Deutschen Bank Bernkastel-Kues, die das Preisgeld für soziale Projekte ausgelobt hat. Im Rahmen der - vom Streichquartett der Musikschule des Landkreises begleiteten - Feierstunde versichert sie, es tue richtig gut, "mal so eben 10 000 Euro ausstreuen können". Zumal sich auch die Bank zuvor habe im Rahmen der bundesweiten Initiative bewerben müssen. Daher sei sie stolz, "dass wir hier für die Region Geld gewinnen konnten und Sie alle Nutznießer sind".

Über die Preiswürdigkeit der vom 29. September bis 24. Oktober eingegangenen Bewerbungen hatte eine Jury entschieden. Darin vertreten waren Verbandsbürgermeister Ulf Hangert, Armin Hoeck, der Geschäftsführende Direktor des Hotels "Richtershof", Michael Hinz und Anne Dahmen. Laut Erz sollte hinter den Projekten nicht nur Sinn stecken - die Initiativen von Einzelpersonen, Vereinen oder Gruppen sollten auch "mehr strahlen" als andere. Und nicht zuletzt sollten möglichst viele Menschen davon profitieren.

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