Straßenbau und Kindergarten

WINTRICH. Trotz schwieriger Haushaltslage investiert Wintrich in die Infrastruktur des Ortes. Neben dem Straßenbau fasst die Gemeinde die Erweiterung des Kindertagesstätten-Angebotes ins Auge.

Zwei Projekte bestimmen den Haushalt der Gemeinde Wintrich. Eines davon, die Öffnung der Kindertagesstätte auch für Kinder im Alter von unter drei Jahren, wird das Budget des Ortes nicht dramatisch belasten. Hat das Haus doch einen kirchlichen Träger (separater Bericht folgt). Dafür wird aber der Ausbau von Römer- und Weingartenstraße kräftig zu Buche schlagen. "Der Zustand der Straßen ist äußert problematisch", hebt Ortsbürgermeister Dirk Kessler die Dringlichkeit des Vorhabens hervor. Mit Flickarbeit sei es da nicht mehr getan. Bei der Art des Ausbaus der beiden Straßen will sich Wintrich an der bereits fertigen "Moselstraße" orientieren. Zur Finanzierung der insgesamt 235 000 Euro hofft die Gemeinde auf einen Landeszuschuss von 65 Prozent. Trotz seiner schwierigen Haushaltslage müsse der Ort ein solches Vorhaben aber schultern, ist Kessler überzeugt. Seien doch ansonsten kaum Interessenten für leer stehende Häuser dort zu finden. Für die Infrastruktur des Dorfes sei das ein wesentliches "Mosaiksteinchen". Abgesehen von Kindergarten und Straßenbau, würde die Gemeinde gern noch ein weiteres Projekt realisieren. Was ihr aber nicht allzu schnell gelingen dürfte. "Mittlerweile schlägt die Bürokratie Kapriolen", wundert sich Kessler, dass für Wohnmobilstellplätze neuerdings Bebauungspläne aufzustellen sind. Nach jahrelangen Bemühungen der Gemeinde in dieser Richtung sei das auch im Rat auf völliges Unverständnis gestoßen. Dabei hat bereits ein Investor Interesse bekundet. Die Gemeinde setzt daher ihre ganze Hoffnung auf Verhandlungen mit den zuständigen Behörden.

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