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Streit um die Straße zur Grüngutannahmestelle in Wittlich

Wittlich : Wer ist für die Buckelpiste zur Grüngutannahme verantwortlich?

Bei der letzten TV-Anfrage gab es  von der Stadt Wittlich und der A.R.T. widersprüchliche Angaben. Doch jetzt steht fest, wer Eigentümer der holprigen Straße zur Annahmestelle ist.

Es führt ein Weg zur A.R.T.-Grüngutannahmestelle in Wittlich-Bombogen, doch der ist ziemlich holperig (der TV berichtete). In jüngster Vergangenheit hatten sich deshalb mehrere TV-Leser an die Lokalredaktion Wittlich mit der Bitte gewandt, mal bei den zuständigen Stellen nachzufragen, warum die unbefestigte Straße oftmals in einem miserablen Zustand sei.

Diese Frage ist berechtigt: Denn obwohl es sich nur um eine Straße im Format eines Wirtschaftsweges handelt, herrscht dort oftmals erstaunlich viel Betrieb. Von Zeit zu Zeit müssen viele Wittlicher, die etwas Grün vor dem Haus oder einen eigenen Garten haben, den von der Ortsdurchfahrt Bombogen abzweigenden und knapp 200 Meter langen Weg zur A.R.T.-Anahmestelle  befahren, um dort ihre Gartenabfälle zu entsorgen.

Der Zustand der Straße bringt einige Bürger auf die Palme. „Wenn man viel geladen und den Kofferraum voll hat“, sagt ein Rentner, der dort an einem Aprilnachmittag mehrere Eimer mit Gartenabfällen entsorgt, „dann rumpelt es noch mehr.“ Und wenn es regne und der Weg matschig sei, dann müsse man danach auch noch direkt mit dem Wagen in die Waschanlage fahren, meint der Senior. „Der Zustand des Weges könnte besser sein.“

Straßenbaulastträger Doch wer ist für die Instandsetzung der Buckelpiste verantwortlich? Bei der letzten TV-Berichterstattung gab es dazu von den Beteiligten, der Stadt Wittlich, der A.R.T. sowie dem Betreiber, widersprüchliche Aussagen. Währenddessen der Betreiber der Grüngutannahmestelle und die A.R.T. behaupteten, die Stadt Wittlich sei Straßenbaulastträger, erklärte die Stadtverwaltung, dass sich die Zuwegung zur Grüngutannahmestelle in Bombogen lediglich hälftig  in städtischem Eigentum befinde. Doch im Wittlicher Rathaus hat man seine Meinung dazu mittlerweile revidiert.

Die Stadtverwaltung erklärt, bei der hausinternen Recherche zu den Eigentumsverhältnissen sei es zu einem Fehler gekommen, so dass man die getätigten Aussagen teilweise korrigieren müsse. „Insgesamt verläuft der Weg inzwischen, bedingt durch die intensive Nutzung und die jährliche Instandsetzung, auf einer tatsächlichen Breite zwischen 5,40 Meter und 5,80 Meter.“ Die eigentliche Wegeparzelle, die sich im städtischen Eigentum befinde, betrage in der Breite 4,20 Meter.

Die Stadtverwaltung erklärt, dass die Zuwegung zur Grüngutannahmestelle von Mitarbeitern der Stadt entsprechend der Witterung zwei- bis dreimal im Jahr mit Schotter ausgebessert werde. Das sei zuletzt Anfang April geschehen. Der Weg sei aus Sicht der Stadtverwaltung  „gefahrlos befahrbar“. Es gebe aus Sicht der Stadt keinen weiteren Handlungsbedarf.

Aktuell ist der Zustand der Zuwegung relativ passabel, weil Mitarbeiter der Stadt, die dort beinahe täglich Abfall von den städtischen Grünflächen abliefern, den unbefestigten Weg mit frischem Splitt ausgebessert haben. Aber der Zustand der Straße, die weder asphaltiert noch betoniert ist, verändert sich mit Witterung und Jahreszeit. Die Ausbesserungen halten immer nur für eine gewisse Zeit.  „Aber es nutzt nichts, wenn die Stadt den Weg nur ein mal im Jahr etwas ausbessert“, sagt Landwirt Christoph Zelder, der die Sammelstelle in Wittlich-Bombogen im Auftrag des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.) betreibt.