Streit um Sperrzeiten: Vereine befürchten Zwei-Klassen-Gesellschaft

Morbach · Morbacher Vereine beklagen sich erneut über die Sperrzeiten in der Einheitsgemeinde. Sie befürchten eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Dörfern und schlagen ein Gespräch aller Vereine mit der Verwaltung vor. Doch diese will an der jetzigen Regelung festhalten.

Besonders die Gutenthaler Thekenkicker setzen sich für einheitliche Sperrzeiten ein. Zurzeit müssen die Thekenkicker ihre Veranstaltungen früher beenden als Vereine aus Gonzerath, Haag, Morbach oder Morscheid-Riedenburg.

Während letztere bei öffentlichen Partys in ihren Gemeindehäusern Getränke bis drei Uhr verkaufen dürfen, ist bei den Thekenkickern im Gutenthaler Bürgersaal um zwei Uhr Schluss. Die Musik muss um 1.30 Uhr abgestellt werden, ab Mitternacht darf sie nur noch leise laufen. Diese Regelung hatte die Morbacher Verwaltung Anfang 2011 ursprünglich für alle Veranstaltungen in den Orten erlassen, um auf Lärmbeschwerden zu reagieren. Für die Fastnachtssitzungen weitete sie die Öffnungszeiten Ende Februar bis drei Uhr aus.

Im April wurden auch Ausnahmen für Veranstaltungen in den Gemeindehäusern der vier genannten Orte erlassen. Zur Begründung hieß es, diese Häuser lägen am Dorfrand und Anwohner würden durch Feste kaum gestört. Der Gutenthaler Bürgersaal liegt hingegen genauso wie andere Gemeindehäuser mitten im Ort. Die Gutenthaler Thekenkicker wollen nicht locker lassen. Andreas Schneider, einer ihrer Vertreter kündigt an: "Wenn das Gespräch mit der Verwaltung kein Ergebnis bringt, starten wir eine Unterschriftenaktion."

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