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Streit um Straßenausbau in Heinzerath - Treffen mit Gutachter

Kommunales : Streit um Straßenausbau in Heinzerath: Treffen mit Gutachter und Bürgermeister

Zu den Auseinandersetzungen um die Frage, ob in Heinzerath die Kosten für den Bau von Kreisstraßen korrekt auf Anlieger, Gemeinde und Kreis umgelegt wurden, findet am Donnerstag ein Treffen im Morbacher Rathaus statt.

Eingeladen ist ein Gutachter aus dem Großraum Köln, den die betroffene Heinzerather Familie Kräber vorgeschlagen hat und der im Auftrag von Landkreis und Gemeinde die Abrechnung unter die Lupe nehmen soll. Mit dabei sind neben den Kräbers weitere betroffene Bewohner  sowie Mitarbeiter des Morbacher Rathauses, der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich und des Landesbetriebs Mobilität. Gemeinsam wolle man eine Aufgabenstellung für den Gutachter erarbeiten und dieses möglichst in Auftrag geben, sagt der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal. Man wolle das Gutachten zeitnah umsetzen.

2010 sind in Morbach-Heinzerath zwei Kreisstraßen ausgebaut worden, die im November 2021 abgerechnet wurden. Bei der Prüfung der Abrechnung sind dem Ehepaar Kräber mehrere Punkte aufgefallen, die sie für falsch halten. Unter anderem ist der Bau einer Natursteinmauer den Anliegern in Rechnung gestellt worden, obwohl vereinbart war, dass der Grundstückseigentümer diese abzüglich der Kosten für die sonst übliche Palisadenmauer bezahlt. Ferner monieren die Kräbers weitere in ihren Augen fragwürdige Punkte, wie die Anzahl von Fundamenten für Straßenlampen und die Menge verarbeiteten Frostschutzes unter den Gehwegen. Die Kräbers haben zwischenzeitlich sogar Anzeige gegen Unbekannt wegen Betrugs erstattet, der sich rund 40 Heinzerather Bürger angeschlossen haben.