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Streit ums Museum und Pflichtstoffe für den Rat

Streit ums Museum und Pflichtstoffe für den Rat

Ein Thema, das für Furore sorgt, ist die heutige Stadtratsdebatte: der Name des Georg-Meistermann-Museums (der TV berichtete). Weniger spektakulär geht es anschließend weiter: Dorferneuerung in Lüxem, der geplante Boule-Platz und das neue Heim für die Pfadfinder sind weitere Ratsthemen.

Wittlich. (sos) Was die Mehrzahl der Wittlicher angesichts der heutigen Stadtratsthemen tatsächlich interessiert, ist ungewiss. Gewiss ist, dass der Streit um den Namen des Wittlicher Meistermann-Museums öffentlich die höchsten Wellen schlug. Heute nun soll der Stadtrat beschließen, auf den Namen "Georg-Meistermann-Museum" zu verzichten, wie es die Familie des Künstlers gefordert hat.

Dieser Punkt ist der erste im öffentlichen Teil und wird manchen Zuhörer anlocken.

Lüxems Bürger allerdings wird das Konzept für die Zukunft ihres Stadtteils interessieren: Es soll Leitlinie für die Entwicklung der nächsten zehn bis 20 Jahre sein. Es wurde unter Mithilfe der Lüxemer Bürger erstellt. Die Ergebnisse werden ebenfalls in der heutigen Ratssitzung vorgestellt.

Liebhaber des Boulespiels warten dagegen auf den darauffolgenden Tagesordnungspunkt: Errichtung eines vereinseigenen Platzes für den Bouleclub Saubrenner im Sportzentrum neben dem Minigolfplatz. Der Antrag dazu ist fast zwei Jahre alt. Rund 50 000 Euro soll der Platz kosten. Im Stadtrat geht es um die Zuschüsse von Landessportbund, Landkreis, Stadt Wittlich und Eigenanteil des Vereins, der bislang mit 4500 Euro angegeben wird.

Fast viereinhalb Mal so viel wie der Bouleplatz soll ein anderes Vereinsprojekt kosten: Mit rund 220 000 Euro könnte ein neues Vereinshaus für die Wittlicher Georgspfadfinder gebaut werden. Sie haben bekanntlich durch die Pläne für eine künftige Nutzung des Geländes von St. Paul ihr früheres Domizil verloren. Dafür bekamen sie auf dem Gelände ein Grundstück für einen Neubau geschenkt. Auch dafür sollen Landeszuschüsse und Geld von Landkreis und Stadt fließen. Außerdem steuern die Pfadfinder rund 25 000 Euro bei und wollen Eigenleistungen im Innenausbau einbringen. Bei beiden Vereinen soll geprüft werden, wie hoch der finanzielle Eigenanteil tatsächlich liegen kann, um davon die Höhe der Unterstützung der Stadt abhängig zu machen.

Zum Schluss stehen dann Nachwahlen an. SPD-Ratsmitglied Dieter Burgard soll Bürgerbeauftragter des Landes werden (der TV berichtete). Für seine Stadtratsämter sollen Nachfolger bestimmt werden.

Die Sitzung des Stadtrates ist am Dienstag, 27. April, ab 18 Uhr in der ehemaligen Synagoge.