Natur : Neues Netzwerk in Wittlich für die Kulturlandschaft

Zusammenschluss will sich um Streuobstbestände im Stadtbereich kümmern.

() Der langsame Niedergang des Streuobstwiesen  führt langfristig zu einer Veränderung unserer Kulturlandschaft. Das Landschaftsbild verarmt, die Naherholungsfunktion leidet und wertvoller Lebensraum für Flora und Fauna geht dauerhaft verloren, denn gerade für die biologische Vielfalt spielen Streuobstbestände mit mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten sowie mehr als 3000 Obstsorten eine herausragende Rolle.

 Um dieser Entwicklung im Bereich der Stadt Wittlich und ihrer Umgebung entgegenzuwirken und die nachhaltige ökologische Bewirtschaftung der Streuobstbestände zu fördern, trafen sich auf Einladung der Stadtverwaltung Menschen, die sich beruflich oder privat mit Streuobst befassen.

Darunter waren Kurt Valerius und Petra Thesen (Nabu Wittlich), Joachim Willmann (BUND), Volker Diederichs (Bungert), Ulrich Gerster (Bienenzuchtverein Wittlich und Umgebung), Tobias Billich (Imkerei im Liesertal), Paul Brandsma (Demeter-Hof Breit), Matthias Scherer (Streuobstpächter), Olaf Röder (Viezbrüder Wengerohr), Birger Führ (Visenda Gesellschaft für Landschaftsökologie, Naturschutz, Planung), Carla Faber (Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich) sowie Andreas Schmitt und Thomas Eldagsen (beide Stadtverwaltung Wittlich).

Im Austausch wurden seitens der Vertreter der Stadt anstehende Projekte vorgestellt, über Versäumnisse hinsichtlich der Unterhaltung der städtischen Streuobstbestände in der Vergangenheit informiert sowie Lösungsansätze zur künftigen nachhaltigen Pflege der Flächen aufgezeigt.

Hierbei ist die Stadt vor allem auf verantwortungsvoll wirtschaftende Pächter angewiesen.

Die Teilnehmer des Treffens kamen schließlich darin überein, sich künftig gemeinsam als lockeres Netzwerk für den Erhalt und die Förderung der Streuobstbestände im Bereich der Stadt Wittlich und deren Umgebung einzusetzen.

Folgende Projekte hat die Gruppe  dabei zunächst ins Auge gefasst: Organisation eines Kelterfests mit mobiler und historischer Saftpresse im kommenden Jahr,  Einrichten eines zentralen Internetauftritts als Informationsplattform, regelmäßige Präsenz in den Medien durch Berichte über Projekte der Mitglieder sowie  die Öffnung des Netzwerks für alle Interessenten und das Werben um weitere Mitstreiter.

 Wer sich für das Netzwerk, seine Arbeit und eine Mitgliedschaft interessiert, kann sich melden bei: Andreas Schmitt, Stadtverwaltung Wittlich, Telefon 06571/171250, E-Mail an andreas.schmitt@stadt.wittlich.de,   und Tobias Billich, Telefon 06571/9991356, E-Mail an kontakt@imkerei-im-liesertal.de