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Energie: Strom vom Dach hat Potenzial

Energie : Strom vom Dach hat Potenzial

Die Verbandsgemeinde will auf Gebäuden der Ortsgemeinden die Errichtung von Photovoltaikanlagen prüfen.

Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land will das Thema Photovoltaik verstärkt angehen. Das erklärte Bürgermeister Dennis Junk auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Energie in Osann-Monzel. Mitarbeiter der Verwaltung sollen nun Gebäude der Verbandsgemeinde daraufhin unter die Lupe nehmen, ob sich auf ihren Dächern mit Hilfe der Sonnenenergie Strom erzeugen lasse. Der Startschuss für die Photovoltaik-Offensive der VG soll in Landscheid fallen. Denn der Ausschuss für Bauen und Energie hat den  Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Feuerwehrwerkstatt in Landscheid auf den Weg gebracht. Auf den Dächern des Alt- und Neubaues sollen 170 Photovoltaik-Module installiert werden. Christian Stalter, Sanierungsmanager der VG, erklärt: Zunächst müsse allerdings durch einen Statiker überprüft werden, ob die Dächer der zusätzlichen Last standhielten. Wenn deren Tragkraft ausreicht, könnte die Anlage im Jahr etwa ­51 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Da der Eigenbedarf der Feuerwehr bei knapp 6000 Kilowattstunden liegt, könnte pro Jahr ein Überschuss von 45 000 Kilowattstunden ins öffentliche Netz eingespeist werden. 67 000 Euro soll der Bau der Anlage kosten. Wie Christian Stalter, Sanierungsmanager der Verbandsgemeinde erklärt, werde die Anlage nach einem Zeitraum von etwa 12 bis 13 Jahren Gewinn abwerfen. Bürgermeister Junk sagt, die Verbandsgemeindeverwaltung werde Anfang 2019 in Abstimmung mit den Gremien weitere Dächer und Freiflächen im Hinblick auf ihr Photovoltaik-Potenzial überprüfen. Im Rahmen der Quartierskonzepte läuft derzeit schon in sechs Ortsgemeinden eine Potenzialanalyse für Freiflächen und Dachflächenanlagen.