"Subvention erhalten"

Trier. Über 200 Schnapsbrenner aus dem Rheinland und dem Saarland kamen zu der Mitgliederversammlung des Verbandes Rheinischer und Saarländischer Klein- und Obstbrenner nach Trier. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Forderung der Schnapsbrenner nach Verlängerung des Branntweinmonopols über das Jahr 2010 hinaus.

Zahlreiche Gäste aus Bundes- und Landespolitik sowie aus der Verwaltung waren bei der Mitgliederversammlung anwesend. In ihren Grußworten unterstützten sie die Forderung der Schnapsbrenner nach einer Verlängerung des Branntweinmonopols über das Jahr 2010 hinaus. In der Region Trier sind die Schnapsbrenner oft Landwirte, die sich so eine weitere Einkommensquelle sichern. Ohne das Branntweinmonopol seien die Pflege der Streuobstwiesen und die Existenz vieler kleiner Betriebe gefährdet, betonte Werner Dahmen vom Landesministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Das Branntweinmonopol schließt ein, dass die Schnapsbrenner ihren erzeugten Alkohol, wenn sie ihn nicht selbst vermarkten, an die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein abgeben können. Der Preis, den die Brenner für den Liter Alkohol erhalten ist derzeit höher als der Marktpreis, dadurch subventioniert der Staat das Brennen. Diese Subvention hatte die EU-Kommission mehrfach kritisiert. In seinem Referat betonte Peter Bleser, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dass das Branntweinmonopol bis 2010 gesichert sei. Weiter versicherte er, dass die Bundesregierung sich dafür einsetzen werde, dass auch über das Jahr 2010 hinaus eine Förderung der traditionellen deutschen Alkoholerzeugung möglich ist.