Superintendent Christoph Pistorius bleibt weitere acht Jahre im Amt

Superintendent Christoph Pistorius bleibt weitere acht Jahre im Amt

Superintendent Christoph Pistorius wird dem evangelischen Kirchenkreis Trier weitere acht Jahre vorstehen. Zudem haben sich die Abgeordneten bei der Kreissynode mit den Folgen des Bevölkerungsrückgangs und der Kirchenmusik befasst.

Kleinich. Christoph Pistorius bleibt für weitere acht Jahre Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Trier. Die Abgeordneten der Kreissynode haben den 50-Jährigen bei ihrer Sitzung in Kleinich im Amt, das er seit 2000 innehat, bestätigt. Eine Aufgabe seiner Amtszeit wird es sein, den ökumenischen und das Reformationsdenken voranzubringen, sagt er. Zudem mache der evangelischen Kirche der demografische Wandel zu schaffen. Speziell in Hunsrückgemeinden sei die Zahl der Gläubigen stark rückläufig, sagt Pistorius. "In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Was machen wir mit den historischen Kirchen, wenn die Bevölkerung schrumpft?"
Als Erfolg bezeichnet Pistorius die Beteiligung der Menschen an den Veränderungen im Kirchenkreis. "Beispielsweise haben es die Betroffenen dadurch mitgetragen, wenn wir Gemeinden zusammengelegt haben", sagt er.
Neben einem Marathon von 60 Wahlen, bei dem der Vorstand der Kreissynode sowie Mitglieder für mehrere Ausschüsse gewählt worden sind, haben sich die Delegierten mit dem Thema Kirchenmusik befasst. Es soll geprüft werden, ob der Kirchenkreis einen weiteren hauptamtlichen Kirchenmusiker einstellt, der die Fortbildung der nebenamtlichen Organisten und Chorleiter übernimmt, sagt Kreiskantor Martin Bambauer. Im Kirchenkreis Trier sind derzeit zwei hauptamtliche und 70 nebenamtliche Kirchenmusiker aktiv.
Synode will Solidarpakt prüfen


Weiterhin will die Synode die Einrichtung eines Solidarpakts prüfen, um die Orgeln im Kirchenkreis Trier zu erhalten und zu pflegen. "Wir haben 44 Orgeln im Kirchenkreis, darunter zwölf von historischem Wert", sagt Bambauer. Speziell die Gemeinden, die vom Schrumpfungsprozess betroffen sind, könnten die Kosten zum Erhalt der Orgeln nur schwer aufbringen.
In einem ersten Schritt werden der Sanierungsstau bei den Orgeln sowie die Rücklagen der Gemeinden zur Pflege der Orgeln ermittelt. Erst dann soll über die Höhe der Rücklage entschieden werden, sagt Pistorius. Zudem hat die Synode entschieden, einen Fachausschuss für Kirchenmusik einzurichten. Die Mitglieder des Ausschusses werden bei der Herbstsynode gewählt. cst
Extra

Der evangelische Kirchenkreis Trier ist der flächengrößte Kirchenkreis der evangelischen Kirche im Rheinland mit 22 Gemeinden. Auf rund 4900 Quadratkilometern sind die 56 000 Gläubigen meist in der Minderheit. Die Diasporasituation prägt den Kirchenkreis. cst