Tabaluga und das "Wir-Gefühl"

Schüler aller Klassenstufen der Regionalen Schule Thalfang heften sich mit einem Schattenspiel an die Fersen von Tabaluga, dem kleinen Drachen, der eigentlich gar nicht erwachsen werden will.

Thalfang. (urs) Der kleine Drache Tabaluga verzaubert nicht nur Kinder. Damit er endlich erwachsen wird, schickt ihn sein Vater Tyrion auf eine "Reise zur Vernunft".

Doch unterwegs erkennt Tabaluga, dass es "die Vernunft" gar nicht gibt. Für die Ameise ist es die Arbeit, für den Mond die Zeit und eine weise Schildkröte hält niemanden für vernünftig.

Dass Fünft- bis Zehntklässler der Regionalen Schule Thalfang das Peter-Maffay-Musical nun als Schattenspiel aufführen, hat seinen Reiz. Als Tyron auf seinen zu ihm aufschauenden Sohn einpredigt, lenkt kein Kostüm, kein Bühnenbilddetail ab. Alles lauscht gebannt der Stimme des Erzählers, der ihn entführt in eine Welt, die der eines Menschenkindes nicht unähnlich ist.

"Das macht richtig Spaß", kommentiert Sarah (11), die den strengen Tyrion mimt. Die Stimme leiht ihr Lehrer und Schulband-Leiter Oswald Biwer.

Sarahs Freundin Loisa fühlt sich wohl als Tabaluga, den sie gut verstehen kann. Eine Reise zu unternehmen und neue Freunde kennenlernen zu können, findet sie gar nicht schlecht. Sarah pflichtet bei: "Man sollte auch mal Sachen selbst machen." Auch die Jungs mögen Tabaluga. "Da sind so schöne Lieder dabei", meint Michael (11). Die habe er noch nie gesungen.

Die Idee für die Musicalaufführung hatte Lehrerin Nicole Schiffmann. Sie habe die Erfahrung gemacht, "dass gerade dieses projektorientierte Lernen den Schülern ganz viel bringt." Unter den Elf- bis 16-Jährigen sei nur die 5b komplett dabei.

"Das schafft ein großes Wir-Gefühl und es macht auch irre Spaß."

Vom Ergebnis der dreimonatigen Proben können sich Interessierte bei einer öffentlichen Aufführung am Donnerstag, 30. April, ein Bild machen. Und zwar ab 11.45 Uhr in der Aula der Regionalen Schule.