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Tanne schmückt Wittlicher Weihnachtsmarkt

Tanne schmückt Wittlicher Weihnachtsmarkt

Inmitten der Säubrennerstadt duftet es bald nach Waffeln, gebrannten Mandeln und Glühwein: Am 25. November beginnt der Wittlicher Weihnachtsmarkt. Finanziell ist er ein Minusgeschäft. 2010 überstiegen die Ausgaben die Einnahmen um 18 000 Euro.

Wittlich. Wie lebt eine Hexe? Wie badet ein Schotte? Wer diesen Fragen nachgehen will, wird nicht nur - möglicherweise - in einem Geschichtsbuch fündig, sondern auch beim Wittlicher Weihnachtsmarkt. Genauer: beim mittelalterlichen Kunsthandwerkermarkt, der vom 1. bis 11. Dezember auf dem Platz an der Lieser zusätzlich zum weihnachtlichen Treiben auf dem Marktplatz Besucher anziehen soll. Brettchenweben, Sticken und Nähen sowie Schmiedevorführungen gibt es zu sehen, dazu Kinderanimationen und 15 Stände mit allerlei Kuriositäten. Und eben auch eine Hexenstube und ein schottisches Badehaus mit keltischer Musik und wärmendem Zuber.
Verkaufsoffener Sonntag


Die zehn Stände des Weihnachtsmarktes sind von Freitag, 25. November, bis Sonntag, 18. Dezember, geöffnet: täglich von 11 bis 19.30 Uhr. Die Besucher können sich auf dem geschmückten Marktplatz an Winzerglühwein, Waffeln und Suppen wärmen und sich mit Dekorationen und Geschenken fürs Fest eindecken - zum Beispiel mit selbst gemachtem Schmuck, Holz- und Strickwaren. Am Sonntag, 27. November, haben zudem die Geschäfte geöffnet.
Für den Marktveranstalter, den Verein Stadtmarketing Wittlich in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, ist der Weihnachtsmarkt allerdings kein lohnendes Geschäft. Die Einnahmen betrugen im vorigen Jahr etwa 6000 Euro, die Ausgaben 24 000 Euro. 5500 Euro Kosten waren zusätzlich entstanden, weil die Beleuchtung auf den Schlossplatz ausgeweitet und eine zusätzliche Hütte gekauft worden war.
Für dieses Jahr rechnet das Stadtmarketing mit 6500 Euro Einnahmen und 20 000 Euro Ausgaben. Damit fließt ein Viertel des Zuschusses, den die Stadt an den Verein zahlt, in den Weihnachtsmarkt: 12 500 von insgesamt 50 000 Euro. Mit weiteren 21 Prozent, also 10 500 Euro, wird die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt bezahlt.
Ponyreiten und Karussell



Mit rund 7000 Euro schlägt das Rahmenprogramm zu Buche. Kostenlose Ponytouren führen nachmittags durch die Stadt, es gibt zahlreiche Konzerte, Führungen und Finnenfeuer (siehe Extra). Neu ist der Kindertag jeweils mittwochs ab 15 Uhr, an dem Kinder zum halben Preis mit dem Karussell fahren können und der Falkner Paul Maus seine Arbeit mit Schleiereule, Uhu & Co. vorführt. Am Donnerstagnachmittag heißt es: mitmachen! Kinder haben die Gelegenheit, mit den Standbetreibern beispielsweise Waffeln zu backen, Kinderpunsch zu brauen und Ketten zu basteln. Am 5. Dezember besucht der Nikolaus den Weihnachtsmarkt und verteilt kleine Geschenke.
Preisausschreiben


Die gibt es auch bei der Aktion "Weihnachtsengel zählen" zu gewinnen. Vom Starttag des Weihnachtsmarkts an verstecken mehr als 60 Geschäfte in der Innenstadt Engel in ihren Schaufenstern. Wer an dem Preisausschreiben teilnehmen will, muss die Zahl der Engel auf eine der Gewinnkarten schreiben und bis zum 31. Dezember in einem der teilnehmenden Läden abgeben.
Auf die Frage, warum der Weihnachtsmarkt schon am 18. Dezember und damit knapp eine Woche vor Heiligabend schließt, sagt Karsten Mathar, Stadtmarketing: "Die Dauer des Weihnachtsmarktes ist in einer gemeinsamen Sitzung mit den Standbetreibern am 13. Januar 2011 festgelegt worden." Ab dem 21. Dezember sei der Marktplatz wieder frei von Buden.
Übrigens: Die Tanne vor dem Rathaus stammt aus einem Garten in Bausendorf, "eine schlanke, zehn Meter hohe Küstentanne", erklärt Stadtförster Mario Sprünker - für das richtige Weihnachtsgefühl eben.Extra

Der Startschuss zum Weihnachtsmarkt fällt mit einem Finnenfeuer auf dem Marktplatz am 25. November um 17 Uhr, eine Stunde später eröffnet Bürgermeister Joachim Rodenkirch den Markt. Anschließend bieten Bobby & Out of Control Weihnachtsmusik, ebenso am darauffolgenden Samstag sowie am 3., 10. und 17. Dezember ab 16 Uhr. Am Sonntag, 27. November, spielt ab 16 Uhr Jonathan Zelter, ab 19 Uhr das Posaunentrio Moselland. Es ist erneut am 2. und 16. Dezember ab 17 Uhr und am 9. und 18. Dezember ab 19 Uhr zu hören. Die Jagdhornbläsergruppe Wittlich tritt am 2. und 4. Dezember ab 19 Uhr auf. Am 4. und 11. Dezember ab 16 Uhr spielt das Jugendensemble des Blasorchesters Wittlich. Der Musikverein Wengerohr tritt am 11. Dezember ab 17 Uhr auf. Führungen in der städtischen Galerie für Moderne Kunst werden am 27. November sowie 3. und 11. Dezember angeboten. Der Trierer Schauspieler Thom Nowotny liest am 1. Dezember ab 15 Uhr im alten Rathaus klassische Weihnachtsgeschichten vor. Ab 18 Uhr präsentiert er im Geschäft "Mode für Sie" in der Burgstraße sein neues Hörbuch "Der heilige Strohsack" mit Weihnachtsgeschichten für Erwachsene. uq