Teamarbeit steht bei Jugendfeuerwehren im Vordergrund

Teamarbeit steht bei Jugendfeuerwehren im Vordergrund

Neun Jugendfeuerwehren haben in Irmenach bei Spielen rund um die Feuerwehrarbeit die beiden Teams ermittelt, die bei den Spielen der Region den Landkreis vertreten. Derzeit verzeichnen die Nachwuchsabteilungen der Feuerwehren guten Zulauf.

Irmenach. Schwamm ins Wasser, über die Hecke werfen, fangen, ausdrücken und wieder zurück: Bei den heißen Temperaturen schimpft keiner der Mitglieder der Jugendfeuerwehr Irmenach-Beuren, dass sie bei diesem Spiel nass werden. Als die festgelegte Zeit abgelaufen ist, heißt es nachmessen: Wieviel Wasser haben die Angehörigen der Jugendfeuerwehren, die an den Entscheidungsspielen der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich teilnehmen, auf diese Art und Weise transportieren können?
Das Schwammwerfen ist nur eine der Disziplinen, mit denen die Jungen und Mädchen der Wehren messen, die sich jeweils auf Verbandsgemeindeebene für die Spiele in Irmenach qualifiziert haben. Schläuche aus- und wieder einrollen, einen Tennisball mit Besenstielen transportieren, Wasserbomben werfen, das Spektrum der Disziplinen ist breit, und doch haben sie alle etwas gemeinsam: "Die Spiele kann man nur gewinnen, wenn man im Team gut zusammenarbeitet", sagt Kreisjugendfeuerwehrwart Patrick Rensch von der Feuerwehr Wittlich.
Alle zwei Jahre finden die Spiele statt, jeweils im Wechsel mit dem Jugendzeltlager der Jugendfeuerwehren im Kreis. Die beiden ersten von neun angetretenen Jugendfeuerwehren vertreten den Landkreis bei den Spielen der Region gegen die Sieger der Kreisentscheide aus den Landkreisen des Alt-Regierungsbezirks Trier.
Anlässlich der 200-Jahr-Feier der dortigen Wehr findet diese am 3. Sonntag im September in Wengerohr statt. Derzeit läuft es im Kreis mit den Jugendfeuerwehren gut, sagt Rensch. Nach einer Durststrecke vor ein paar Jahren steigen die Mitgliederzahlen wieder.
Einige Wehren hätten die Nachwuchsarbeit einige Zeit ruhen lassen, würden jetzt aber den Betrieb wieder aufnehmen. Viel hängt von den jeweiligen Jugendwarten in den Wehren ab, ob diese die Jugendlichen begeistern könne. Etwa 800 Jungen und Mädchen seien in den rund 90 Jugendfeuerwehren im Kreis organisiert.
"Die meisten bleiben dann bei den Wehren, wenn sie erwachsen sind", sagt Rensch und betont damit, wie wichtig die Nachwuchsarbeit bei den Feuerwehren ist. "Wir haben dann schon Erfahrung, wenn es mal in die Feuerwehr geht", sagt der 16-jährige Peter von der Jugendfeuerwehr Eckfeld über seine Gründe, warum er sich in der Jugendfeuerwehr engagiert. Zudem sei es immer lustig, wie hier bei den Spielen oder im Jugendzeltlager. Dem zwölfjährigen Nikolaus von der Jugendfeuerwehr Eckfeld gefällt das feuerwehrtypische Arbeiten mit Wasser wie Löschübungen am besten. Die Entscheidungsspiele machen den Teilnehmern offensichtlich viel Spaß, so wie der 14-jährigen Lara von der Jugendfeuerwehr Burgen-Mülheim. "Sie sind unterhaltsam und gut", sagt sie. Doch warum sieht die 14- jährige Jolene, der sie die Wasserbomben zugeworfen hat, so trocken aus? "Sie hat immer einen Meter zu kurz geworfen", sagt Jolene. cst
Extra: Die Erstplatzierten der Entscheidungsspiele der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich: 1.Wintrich 2.Wittlich Stadtmitte 3. NiersbachExtra

Viele Kinder wollen schon früh zur Feuerwehr gehen. Doch das kann man erst, wenn man 18 Jahre alt ist. Kinder können aber, sobald sie zehn Jahre alt sind, in eine der vielen Jugendfeuerwehren eintreten. Dort steht viel Spaß, Spiele, Löschübungen und natürlich Teamgeist auf dem Programm, denn als Feuerwehrmann kann man nur gut Brände löschen, wenn alle zusammen arbeiten. Wenn du bei den Jugendfeuerwehren noch nicht mitmachen kannst, weil du zu jung bist: Bei einigen Feuerwehren gibt es auch eine Bambinigruppe. Dort können auch Kinder mitmachen, die jünger sind als zehn Jahre. cst