Technischer Fortschritt hilft dem Winzer

Weinbautag in Wittlich : Technischer Fortschritt hilft dem Winzer

Der Weinbautag in Wittlich zeigt: Neue Maschinen können die Arbeit auch im Steilhang enorm erleichtern.

Von Winfried Simon

Als Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre die ersten Traubenvollernter im deutschen Weinbau eingesetzt wurden, war das nichts weniger als eine Revolution. Heute ist der Einsatz dieser riesigen Maschinen in den flachen Weinbergslagen Standard. Seit zehn Jahren gibt es entsprechende Maschinen auch für den Steilhang. Nach ersten Schwierigkeiten hat sich seitdem die Technik weiterentwickelt. Die neuen Maschinen sind in der Lage, die Trauben nicht nur schnell und sauber zu lesen, sie können gleichzeitig auch die Trauben sortieren und den Trester, also die Traubenrappen, direkt in den Weinberg werfen.

Mehrere Hersteller haben in den vergangenen Jahren Prototypen entwickelt. Matthias Porten vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel hat auf dem Weinbautag in Wittlich die unterschiedlichen Systeme vorgestellt. Der neu entwickelte Steillagenvollernter der Firma Carl Hoffmann in Piesport wurde sogar mit dem Innovationspreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Das DLR hat die technische Entwicklung begleitet und den Einsatz des innovativen Vollernters geprüft. Pro Tag können etwa drei Hektar Rebfläche gelesen werden, ohne die Maschine müssten dafür etwa 60 bis 70 Erntehelfer eingesetzt werden.

Aber auch in anderen Bereichen gibt es neue Techniken, die dem Winzer die Arbeit im Weinberg wesentlich erleichtern. Eine Fachausstellung auf dem Freigelände vor der Veranstaltunghalle Eventum zeigte neue Entwicklungen unter anderem beim Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung und Traubenlese.

Beim Pflanzenschutz geht es heute nicht nur darum, möglichst schnell und schlagkräftig zu arbeiten, mit neuer Technik kann auch der Mittelaufwand deutlich reduziert werden.

Die Maschinen sind sehr leistungsfähig, aber auch teuer. Daher engagieren immer mehr Winzer für mechanisierbare Arbeiten im Weinberg Lohnunternehmen, die oft über einen ganzen Fuhrpark dieser Spezialgeräte verfügen.

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