Teufel steckt im Detail

WITTLICH-LAND. (peg) Zisternen im Garten helfen beim Sparen. Die Gebühren für die Klärung dieses Wassers zahlen jedoch indirekt die anderen. Wer die Wasserpreise kennt, versucht zu sparen: Variabel zu betätigende Wasserspülungen, eine Dusche statt ein Wannenbad.

Auch Zisternen, die das Regenwasser auffangen, können helfen: Immer mehr Häuslebauer haben sich solche Auffangbecken angelegt. Mit Hilfe einer Pumpe werden vornehmlich die Toiletten mit dem Oberflächenwasser vom eigenen Grundstück gespült. Der Teufel liegt aber im Detail. In der letzten Verbandsgemeinderatssitzung des Jahres 2005 stellte Peter Kranz, Gemeinderatsmitglied aus Salmtal, Bürgermeister Christoph Holkenbrink dazu einige Fragen. Er selbst war wiederholt von Mitbürgern darauf hingewiesen worden, dass die Berechnung der Abwassergebühr abhängig sei vom Verbrauch des Trinkwassers. Dieser Verbrauch reduziere sich freilich bei Besitzern von Zisternen. Gerade dieses Wasser, nach dem Durchlauf durch die Toilette angereichert mit Fäkalien, belastet jedoch das Klärsystem besonders stark. Wie kann es dann sein, fragen sich jene ohne eigenes Wasserbecken, dass ihre Nachbarn mit Zisternen um diese Gebühr herumkommen? Denn auf der Wasseruhr taucht nur auf, was aus dem kommunalen System entnommen wird, nicht jedoch das Regenwasser aus freier Natur. Bürgermeister Holkenbrink versprach, sich bis zur kommenden Ratssitzung kundig zu machen, ob die Kommunen eine Möglichkeit haben, die Wasserrechnung ein Stückweit gerechter zu gestalten. Kranz hätte eine Idee: Eine zusätzliche Abwasseruhr in jedem Haushalt. Termin der nächsten Sitzung: Mittwoch, 22. Februar.

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