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Thalfanger Schachjunioren auf Platz eins

Thalfanger Schachjunioren auf Platz eins

Vor zwölf Jahren ist die Abteilung Schach der Sportfreunde Hochwald Thalfang eingeschlafen. Der Grund: Personalmangel. Doch seit einigen Monaten wird wieder gespielt. Und sie haben Erfolg: Platz eins in der Tabelle der C-Klasse. Im Schach können Sportler genauso aufsteigen wie in anderen Sportarten, sogar bis zur Champions League.

Thalfang. Olivia Wagner und Tiffy Brasch sitzen sich gegenüber. Beide blicken gebannt auf das Schachbrett. Hochkonzentriert ziehen die beiden neunjährigen Mädchen ihre Figuren übers Brett. "Das Spielen macht Spaß, und ich kann mich auch sonst besser konzentrieren und lernen", hat Olivia bereits erkannt. Tiffy hat die Leidenschaft fürs Schach von Opa Karl-Otto Schläfer geerbt. Er spielt seit einem halben Jahrhundert Schach und sagt: "Das liegt bei uns in der Familie. Da bleibt man bis ins hohe Alter fit im Kopf."
Zu zwölft sind sie inzwischen, diejenigen, die die ehemalige Abteilung der Sportfreunde Hochwald Thalfang wiederbelebt haben. Sie treffen sich jeden Freitag um 20 Uhr im Haus der Begegnung in Thalfang um dem Spiel der Könige zu frönen. Erste Erfolge haben sich eingestellt: Der erste Platz der Tabelle in der C-Klasse.
37 Jahre Wettkampferfahrung



"Ist das eine ruhige Sportart, bei der man sich kaum bewegen muss?", will der TV von Abteilungsleiter Stephan Huwer wissen. "Das täuscht gewaltig", weiß der Schachsportler aus 37 Jahren Wettkampferfahrung.
Nach Partien, die schon mal mehr als sechs Stunden dauern können, stehe man meistens schweißgebadet vom Stuhl auf.
Jetzt soll eine eigene Jugendabteilung gegründet werden, auch in Zusammenarbeit mit den Thalfanger Schulen. Realschullehrer Gerd-Jürgen Schmidt leitet an seiner Schule in Neumagen-Dhron bereits eine Schach- AG und weiß: "Je früher Kinder damit anfangen, umso besser." Konzentration, Geduld und Ausdauer werden als Gegenpol zur elektronischen Unterhaltungswelt geschult. Dass durch strukturiertes, logisches Denken im Schach bessere Lernerfolge resultieren, sei wissenschaftlich belegt. "Das Gespür zu entwickeln, die Situation zu erkennen und vorauszusehen, was noch geschehen wird, um dann entsprechend zu reagieren, das ist der Reiz beim Schachspielen", fasst Stephan Huwer zusammen. Großmeister kennen zusätzlich tausende Partien auswendig.Extra

Informationen über die neue Schachabteilung der Sportfreunde gibt es unter Telefon 06504/9566680 oder per Mail an schachvereinthalfang@web.de. Jeder Interessent ist zum Schnuppertraining eingeladen. Die Teilnahme an Wettkämpfen setzt jedoch die Mitgliedschaft bei den Sportfreunden voraus. Damit stehen dem neuen Schachsportler aber auch alle anderen Abteilungen offen, vom Basketball über Fußball, Mountainbike bis zur Gymnastik. So kann man Körper und Geist gleichermaßen fit halten. doth