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Theaterstück gegen Rechts an der IGS Morbach

 „Rechtsradikal- schick sie weg!" ist der Titel des Stückes. Foto: Privat
„Rechtsradikal- schick sie weg!" ist der Titel des Stückes. Foto: Privat
Morbach. "Rechtsradikal- schick sie weg!" ist der Titel des Stückes, das im Rahmen des Präventionsprogramms Schüler gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten sensibilisieren soll.

Morbach. "Hallo Leute, habt ihr nen Moment Zeit, es geht um euch, um eure Zukunft - Schule, Ausbildung, Job." So beginnt das Stück "Rechtsradikal- schick sie weg!" der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, das die gesamte siebte Klassenstufe der IGS Morbach in der Festhalle zu sehen bekam.
Möglich wurde diese Aktion durch die Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Kooperation mit der "Leitstelle Kriminalprävention". Von den Schulen, die sich beworben haben, erhielten zehn Schulen eine Zusage. Im Stück geht es um Adolfo, der immer stottert, wenn er aufgeregt ist und keine Freunde hat, bis er nach einer Anwerbung durch die Kameraden Anschluss an eine Gruppe findet. Das Stück erzählt von Adolfos Weg in die rechte Szene, von seinen Zweifeln und dem Moment, als alles über ihm zusammenbricht.
Zwischen den beiden Spielsequenzen setzte sich je ein Schauspieler mit einer Klasse zusammen und klärte aufgeworfene Fragen. Schwierig wurde die Aufgabe, wenn die Schüler genau beschreiben sollten, was einen Deutschen ausmacht.
"Wir haben festgestellt, dass dies eigentlich gar nicht zu beantworten ist. Sind die, die in Deutschland geboren sind, andere Deutsche als die, die später hierher gezogen sind? Was ist mit denen, deren Mutter oder Vater nicht in Deutschland geboren ist, aber schon seit Kindheit hier lebt und arbeitet?", fasst Michelle zusammen. Kompliziert wird auch die Antwort auf die Frage, wie man erkennt, ob jemand auf der rechten Seite steht.
Die Morbacher Schüler lobten das Theaterstück. Einige zeigten sich erstaunt, "dass es Menschen gibt, die finden, dass Hitler nichts Schlimmes gemacht hat und dass es welche gibt, die wollen, dass es wieder so wird wie früher." red