Theaterstück im Kupferbergwerk

Das Theaterstück "Hildegard und Disibod" erleben die Zuschauer an einem ungewöhnlichen Ort: Im Kupferbergwerk Fischbach gibt es auf der Bühne getanzte Bilder zu sehen.

Idar-Oberstein. Der Theatersommer Idar-Oberstein 2011, dessen Programm vom 19. August bis 11. September läuft, übertritt mit der Eröffnungsveranstaltung "Hildegard und Disibod" zum ersten Mal die Stadtgrenzen und ist zu Gast im Kupferbergwerk in Fischbach. Diese Veranstaltung ist nicht nur eine Reverenz an das diesjährige Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz "Natürlich Kultur", sondern ist durch seine beiden Protagonisten, Hildegard von Bingen und Bischof Disibod, auch eng mit der Region verbunden. Bei dem Projekt von Roland Lißmann hören die Zuschauer keltische Klänge, Musik des Mittelalters, original Hildegarsche Gesänge und sehen getanzte Bilder.Die Premiere findet am Freitag, 19. August, um 20 Uhr statt. Die Aufführung wird am Sonntag, 21. August, um 19 Uhr wiederholt.
In dem Bühnenstück stehen zwei Heilige im Mittelpunkt:
Die Gottesfrau und anerkannte Wissenschaftlerin Hildegard von Bingen ist unter anderem wegen ihrer medizinischen Abhandlungen und naturkundlichen Schriften bekannt, die bis heute zu den Standardwerken der mehr esoterisch orientierten Naturheilkunde zählen. Bischof Disibod (619 bis 700) war ein irischer Wandermönch und Einsiedler. Am Fuße eines Berges südwestlich von Bad Kreuznach errichteten er und seine Gefährten eine Hütte und verkündeten das Evangelium.
Da "Hildegard und Disibod" keine alltägliche Theaterproduktion ist und an einem ungewöhnlichen Ort stattfindet, wird auch dem Publikum einiges abverlangt. Die Besucher müssen spätestens 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung am Kupferbergwerk sein, da noch der Fußweg zum Bergwerk zurückgelegt werden muss. "Im Stollen beträgt die Temperatur auch im Hochsommer nur 13 bis 14 Grad Celsius, daher sollten die Besucher auf entsprechende Kleidung achten", so Kulturreferentin Annette Strohm. Auch festes Schuhwerk ist angebracht, da die Wege durchaus feucht und etwas rutschig sein können. Darüber hinaus besteht aus Sicherheitsgründen während der Veranstaltung Helmpflicht, eine Bestuhlung ist nicht möglich, und die Besucherzahl ist auf etwa 200 Personen begrenzt. "Da es eine Stehveranstaltung ist, wird das Stück in möglichst kompakter Form in etwa 75 Minuten ohne Pause aufgeführt", erklärt Strohm.
Informationen zum Theatersommer Idar-Oberstein und zur Produktion "Hildegard und Disibod" gibt es im Internet unter www.idar-oberstein.de red

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