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Thekentratsch lässt Güterhalle beben

Thekentratsch lässt Güterhalle beben

Einen kurzweiligen Abend mit dem Kabarettduo "The kentratsch" erlebten die Besucher in der Güterhalle. Die selbst beherrschte Kerstin (Frau Theke) und die temperamentvolle Heike (Frau Tratsch) verpassten ihren Zuhörern eine Lachtherapie.

Bernkastel-Kues. Zwei starke Mädels und ein begeistertes Publikum: Heike Becker und Kerstin Saddeler-Sierp brachten die Güterhalle zum Beben. Mehr als 200 Besucher erlebten einen bissig-vergnüglichen Abend mit dem Kabarettduo "Thekentratsch". Die Veranstaltung war Auftakt einer Dreier-Kabarettreihe im Rahmen des Herbst-Winterprogramms der Kultur&Kur in Kooperation mit Rita Busch, der Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues.

"Das war absolute kabarettistische Spitze in passendem rustikalem Ambiente", brachte Roswitha Miesen ihre und ihrer Freundinnen Begeisterung zum Ausdruck. Das Quartett mit Miesen, Ute Gessinger, Margit Stanz und Heidi Philipps lässt sich die jährlichen Kabarettabende der Kultur&Kur nicht entgehen. "Hier geht ein dickes Lob an Hermann Lewen und Rita Busch", betonen die vier.

Geschäftsführer Lewen freut sich über den stets großen Zuspruch: "Bernkastel-Kues scheint sich als Zentrum für Frauenkabarett zu etablieren". Aber auch Männer trauten sich in die Güterhalle. So wie der gebürtige Türke Hasan Shimshek aus Luxemburg, zurzeit Kurgast auf dem Plateau. Er ist ganz "aus dem Häuschen" und spart nicht mit Beifall. Es scheint, als sei für ihn diese Lach-Kur besser als so manche Therapie.

Auf der Bühne ging es verbal Schlag auf Schlag, die beiden kessen, vom Temperament her ungleichen Frauen, waren alles andere als "auf den Mund gefallen". Über was an der Theke im Dinslakener Weinlokal Zur Adler-Apotheke so alles geredet wird, das holt das Duo aus dem Ruhrpott seit 2005 auf die Bühne. Und das sind alles Geschichten, die das wahre Leben schreibt. "Genau so ist das auch bei uns", war aus dem Publikum oftmals zu hören. Dabei stand im Mittelpunkt der spöttischen Verachtung über "Problemzonen" jeder Art nicht etwa der Mann, sondern meist die Geschlechtsgenossinnen. Unverblümt und frech, aber niemals peinlich, ließen die beiden Naturtalente, die kesse Heike und die lange Kerstin, kein gutes Haar an der jeweils anderen. Textlich, szenisch, musikalisch und improvisatorisch absolut auf der Höhe, fanden Frau Tratsch und Frau Theke mit dem unnachahmlichen Ruhrpott-Dialekt immer den heißen Draht zum Publikum. Ungebremst sorgten sie in amüsant-bissiger, provokanter Manier für ein laut lachendes, klatschendes und begeistertes Publikum. Die natürliche verbale, singende und tänzerische Spielfreude der beiden kam an. Auch bei Gisela Hein und ihrer Tochter Claudia aus Traben-Trarbach: "Alles Themen wie aus dem echten Leben gegriffen", staunten sie.EXTRA Frauenkabarett: Wer noch nicht genug hat von wilder Frauenpower, dem stehen noch zwei weitere Veranstaltungen, jeweils in der Mosellandhalle auf dem Kueser Plateau offen. Donnerstag, 2. Dezember, 20 Uhr: "Henne sucht Hengst" mit Simone Fleck Freitag, 21. Dezember, um 20 Uhr: "Best of - der weibliche Wahnsinn” mit Martina Ottmann