Tierhalter lenkt ein

BERNKASTEL-WITTLICH. (mai) Nach Jahre langem Streit mit der Kreisverwaltung hat ein in einem Eifelort lebender Halter von Mini-Schweinen, dem die Tierhaltung verboten worden war, nun offensichtlich eingelenkt. Nach eigenen Angaben hat er die Tiere geschlachtet.

Bereits einige Jahre lang sorgte ein Halter von Mini-Schweinen und Rindern in einer Eifelgemeinde im Kreis Bernkastel-Wittlich für Ärger. Er hielt sich nicht an das Tierhalteverbot, das die Kreisverwaltung gegen ihn ausgesprochen hatte. Nun griff die Verwaltung durch und verlangte die Schlachtung der Tiere von ihm. Der Mann hat sich eigenen Angaben zufolge dem Druck gebeugt und seine verbleibenden etwa 20 Mini-Schweine geschlachtet, obwohl er sich keiner Schuld bewusst ist. Wie Alfons Kuhnen, Sprecher der Kreisverwaltung erklärte, war Unzuverlässigkeit der Grund dafür, dass dem Mann verboten wurde, Tiere zu halten. Im Ort wird erzählt, der Mann habe ein Alkoholproblem und habe sich deshalb manchmal tagelang nicht um die Schweine gekümmert. Der Tierhalter bestreitet dies.Mit der Haltung der Schweine verstieß der Mann laut Kreisverwaltung nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen Tierseuchen-Schutzbestimmungen. Deswegen habe die Verwaltung handeln müssen. Der Ort liegt im Wildschweinepest-Gebiet. Aus diesem Grund sind dort bei der Schweinehaltung besondere Maßnahmen zu beachten wie beispielsweise die Einrichtung von Desinfektionseinrichtungen an den Stalleingängen. Bereits 1999 hatte die Kreisverwaltung dem Halter von Mini-Schweinen jegliche Tierhaltung untersagt. Doch immer wieder wurden Hunde, Mini-Schweine und auch Rinder bei ihm gefunden. An die 45 bis 50 Schweine soll der Mann zwischenzeitlich besessen haben.Im Juni 2002 schrieb die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich dem Tierhalter zuletzt vor, seine Schweine und Rinder an andere Personen abzugeben. Nachdem er dieser Aufforderung nicht nachkam und die Kreisverwaltung zudem feststellte, dass die Schweine aufgrund tierseuchenrechtlicher Bestimmungen auch nicht an andere abgegeben werden dürfen, verlangte sie die Schlachtung der Tiere.

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