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Tödlicher Unfall 2016 beim Mosel-Motorbootrennen: Abgebrochene Finne löste Unfall aus

Tödlicher Unfall 2016 beim Mosel-Motorbootrennen: Abgebrochene Finne löste Unfall aus

Vor sieben Monaten starb ein italienischer Motorbootrennfahrer beim internationalen Wettbewerb auf der Mosel. Nun teilt die Staatsanwaltschaft Trier mit, dass wohl ein abgebrochenes Bauteil des Bootes den tödlichen Unfall verursacht habe. Am Wochenende findet die Neuauflage des Rennens statt.

Am 2. Oktober 2016 verunglückte der 23-jährige italienische Motorbootrennfahrer Massimo Rossi bei einem Wertungslauf der internationalen deutschen Meisterschaft in Traben-Trarbach tödlich . Wie die Staatsanwaltschaft Trier ausführt, war Rossi mit seinem Rennboot der Klasse O-350 auf dem 800 Meter langen Rundkurs auf der Mosel unterwegs, dessen beide Wendepunkte jeweils durch Bojen markiert waren. Bei einem Wendemanöver an einer der Bojen kam der Verunglückte mit seinem Motorboot nach rechts von der Ideallinie ab, wurde aus der Kurve hinausgetragen und kollidierte mit hoher Geschwindigkeit mit der Uferböschung. Hierbei erlitt er tödliche Verletzungen. Um die Unfall- und Todesursache zu klären, l eitete die Staatsanwaltschaft damals ein Todesermittlungsverfahren ein. 

Nun ist dieses eingestellt worden. Die Ermittlungen haben demnach keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden an dem tödlichen Unfall ergeben, so die Staatsanwaltschaft. Vielmehr sei laut einem Gutachten eines technischen Sachverständigen davon auszugehen, dass eine Beschädigung des Rennbootes des Verunglückten ursächlich für den Unfall war: Während des Rennens brach aus dem Bootsrumpf ein daran befestigtes Bauteil heraus, eine sogenannte Finne, die dazu diente, das Boot während der Fahrt in seiner Richtung zu stabilisieren.

Der Sachverständige geht davon aus, dass das Motorboot während oder nach dem letzten Wendemanöver derart belastet wurde, dass die Finne samt Halterung aus dem Schiffsrumpf herausbrach. Infolge des Verlustes der Finne verlor das Boot seine Richtungsstabilität, kam von der Fahrlinie ab, wurde aus der Kurve getragen und kollidierte mit hoher Geschwindigkeit mit einem im Uferbereich stehenden Baum.

Nach dem Gutachten des rechtsmedizinischen Instituts der Universität Mainz erlitt der Fahrer durch den Aufprall derart schwere Kopfverletzungen, dass er auf der Stelle tot war.

Ob der Verlust der Finne auf die Fahrweise des Verstorbenen beim Wendemanöver zurückzuführen ist, durch die das
Bauteil zu stark belastet worden sein könnte, oder aber auf einen Materialfehler am Schiffsrumpf oder einen Fehler bei der Befestigung der Finne am Boot, hat sich nach den Feststellungen des Sachverständigen nicht mehr hinreichend sicher klären lassen. Die herausgebrochene Finne und ihre Halterung konnten bei der Unfallaufnahme
nicht mehr gefunden werden. Ein anderes Boot war an dem Unfall nicht beteiligt. Es handelte sich vielmehr um einen Alleinunfall.

Das Rennen war 2016 nach dem Unfall abgebrochen worden. An diesem Pfingstwochenende findet die 36. Auflage des Wettbewerbs statt.