Totschlagsvorwurf ist erneut vom Tisch

Justiz : Totschlagsvorwurf ist erneut vom Tisch

Die Zweite Schwurgerichtskammer des Landgerichts Trier hat das Revisionsverfahren gegen einen 40-Jährigen fortgesetzt, der 2017 auf der Autobahn bei Luxemburg vorsätzlich einen anderen Wagen gerammt hatte.

Im „gegnerischen“ Wagen saßen seine in Salmtal lebende Ex-Frau, seine beiden leiblichen Töchter und der Freund der Frau. Ursprünglich lautete die Anklage auf versuchten Totschlag.

Schon im ersten Verfahren 2017 hatte die Erste Trierer Schwurgerichtskammer den Tatvorwurf „versuchten Totschlag“ verworfen und den Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit versuchter Körperverletzung in drei Fällen verurteilt. Dagegen legte der Angeklagte Revision beim Bundesgerichtshof ein. Der bemängelte, dass die Trierer Kammer nicht in einem Fall der versuchten Körperverletzung einen strafbefreienden Rücktritt vom Versuch geprüft habe.

In der Revisionsverhandlung rollte die Zweite Kammer den Fall nochmals auf. Gestern teilte die Kammer mit, dass der Vorwurf des versuchten Totschlags erneut vom Tisch sei. In Betracht komme ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr zur Herbeiführung eines Unfalls in Tateinheit mit zwei Fällen der Körperverletzung, Fahren ohne Führerschein und ein Verstoß gegen eine behördliche Anordnung.

Am 17. April, 9 Uhr, wird die Verhandlung fortgesetzt. An diesem Tag ist mit dem erneuten Urteil zu rechnen.

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