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Tourismus: Mosel und Hunsrück verlieren Urlaubsgäste

Tourismus-Bilanz : Mosel und Hunsrück verlieren Urlaubsgäste

Sieben von elf Ferienregionen in RLP legten 2019 zu. Aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich zählt nur die Eifelregion zu den Gewinnern.

Kein herausragendes Jahr für Mosel und Hunsrück: Während sich andere Tourismusregionen des Landes 2019 über einen deutlichen Zuwachs bei den Übernachtungs- sowie Gästezahlen freuen konnten, verzeichnet die Mosel nach Angaben des statistischen Landesamtes ein Minus. Auch der Hunsrück hat Urlaubsgäste verloren, konnte jedoch bei den Übernachtungszahlen zulegen. Die Eifel zeigte sich 2019 stabil und legte sogar rund ein Prozent zu. Doch wie erklärt sich der leichte Abwärtstrend im Tourismus an der Mosel und im Hunsrück? Und muss man deswegen schon nervös werden? Der TV spricht mit den Touristik-Chefs von Mosel und Hunsrück.

Mosel Obwohl Ferienregionen wie Rheinhessen und Ahr 2019 um bis zu sechs Prozent zugelegt haben, sieht Sabine Winkhaus-Robert, Chefin der Mosellandtouristik, das im Vergleich schlechte Abschneiden der Region Mosel-Saar nicht als dramatisch an. „Die Mosel ist nach wie vor die stärkste Ferienregion im Land. Das ist ein leichter Rückgang auf hohem Niveau“, sagt Winkhaus-Robert. 2019 besuchten 2,56 Millionen Gäste die Tourismusregion Mosel-Saar. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mit 7,2 Millionen Übernachtungen verbuchte die Ferienregion gegenüber 2018 ein Minus von 1,8 Prozent. Rückgänge verspüre man hauptsächlich bei ausländischen Gästen, sagt Winkhaus-Robert. „Wir haben auch innerhalb der Region starke Schwankungen. Da suchen wir noch nach den Gründen. Da müssen wir vor Ort recherchieren.“

Nichtsdestotrotz sind die Abschläge gegenüber dem Vorjahr für die Touristikchefin bloß „ein moderater Rückgang auf ganz hohem Niveau, der uns nicht in Unruhe versetzt“. Die Übernachtungszahlen seien bloß das eine, sagt Winkhaus-Robert. denn wichtiger sei es, auf die Wertschöpfung in den Betrieben und die Umsätze zu schauen und diese zu erhöhen. „Dahingehend sind wir auch für 2020 gut aufgestellt.“

Hunsrück Ein ambivalentes Ergebnis bescheinigt das statistische   Landesamt der Ferienregion Hunsrück. 2019 kamen 6,1 Prozent weniger Gäste als im Vorjahr. Gleichwohl stieg die Zahl der Übernachtungen im Hunsrück um 0,6 Prozent, „weil die Gäste bleiben länger“, wie Hunsrück-Tourismuschef Jörn Winkhaus erklärt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste betrage mittlerweile 3,7 Tage, sagt Winkhaus. Der Hunsrück konnte 2019 knapp 270 000 Übernachtungsgäste verbuchen, die dort mehr als 764 000 Nächte verbracht haben.

Doch wie lässt sich der mit  6,1 Prozent starke Rückgang bei der Zahl der Gäste erklären? Grund hierfür seien konjunkturelle Änderungen auf dem Flughafen Hahn, sagt Winkhaus. „Der flughafen verzeichnete einen Rückgang an Flügen und Passagieren. Abends kamen weniger Passagiere an und morgens flogen weniger ab.“ Das wirke sich in einer kleinen Ferienregion wie dem Hunsrück relativ stark aus.

Eifel Wenn zwei verlieren, gewinnt der Dritte: Die Ferienregion Eifel zeigte sich 2019 solide. 1,06 Millionen Gäste buchten dort 3,6 Millionen Übernachtungen. Somit legte die Ferienregion in der Statistik um rund ein Prozent zu.